ASV Rurtal-Hückelhoven – ATV Biesel 28:24 (15:10)

Von Fabian Eickels, Frank Meyer und Lukas vor dem Esche

Am gestrigen Samstag war der favorisierte ATV Biesel in der Hölle-West zu Gast. Für uns war das Spiel, wie auch letzte Woche, eine Art Standortbestimmung. Ein Sieg würde uns in die Top-3 der Tabelle bringen. Eine Niederlage hätte uns in der engen Tabellensituation wieder gen Tabellenkeller gebracht. Norbert Borgmann zeigte sich, für ihn total ungewöhnlich, äußerst zuversichtlich: „Gegen Biesel gewinn ich immer“.
Vor einer gut gefüllten Halle präsentierten wir uns, im Gegensatz zu letzter Woche, von Beginn an konzentriert. Zwar konnte Biesel schnell 0:2 in Führung gehen, doch verloren wir nicht die Fassung und konnten das Spiel schnell ausgleichen. Eine gute Defensivarbeit und ein stark aufgelegter Henrik Bürger im Tor waren die Faktoren für die frühe Wende. Über 5:4 setzten wir uns auf 8:6 ab und hatten fortan die Kontrolle über das Spiel. Gerade der wieder erstarkte Andreas Heppner mutierte auf der Mittelposition vom Jungregisseur zum Ballermann und erzielte einige wichtige Treffer. Ab Minute 21 entwickelte sich ein Spiel, welches kaum surrealer hätte sein können. Bei uns klappte im Angriff auf einmal nahezu alles. Zudem vernagelte Henrik Bürger unser Tor und ließ keinen Treffer mehr zu. Energydrinks scheinen wohl eine bessere Wirkung zu haben als eine genüssliche Tasse Kaffee vor dem Spiel.
henning

Euphorisiert gingen wir mit einem verdienten 15:10 in die Pause. Selbst Norbert Borgmann fand lobende Worte und erklärte uns in Sigurdssonscher Manier die für viele revolutionäre Taktik für die zweite Halbzeit: „Wir haben jetzt den Ball und wenn wir den jetzt reinmachen, dann sind es schon sechs“. Die schiere Komplexität dieser Anweisung schien uns zu überfordern – wir kassierten das 15:11. Glücklicherweise erholten wir uns schnell von dem Schock und überrannten Biesel bis zum 18:11. Die zwei Punkte waren in greifbarer Nähe.
Biesel steckte aber nicht auf und kam über ihren starken Kreisläufer zu fünf Toren in Serie. Wir drohten völlig auseinander zu brechen und spielten vorne konzeptlos und fahrig. Norbert Borgmann sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen, um Schlimmeres zu verhindern – eine goldrichtige Entscheidung. In der Folge präsentierte sich Yves Nolte als wichtige Stütze der Mannschaft und übernahm Verantwortung. Seine Erfahrung war besonders in den letzten zehn Minuten wichtig, da sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. In der 55. Minute verkürzte Biesel auf 24:23. Allerdings zeigten wir uns, im Gegensatz zum Spiel gegen Oppum, deutlich verbessert. Während wir gegen Oppum viele Fehler in der Offensive machten und hektisch abschlossen, agierten wir gegen Biesel mit der nötigen Ruhe und, man mag es kaum glauben, Abgezocktheit. So brannte am Ende doch nichts mehr an und wir konnten mit dem 28:24 die Punkte sieben und acht auf unserem Konto verbuchen.
Yves

Man of the Match wurde dieses Mal kein Einzelspieler, sondern das gesamte Team. Wir schafften es, uns über 60 Minuten immer positiv anzufeuern und behielten, vielleicht gerade deswegen, die Ruhe in der Schlussphase. Andis Goldstück erzielte diesen Spieltag Andreas Heppner selbst. Mit seinem überraschenden Rückraumtreffer in den Giebel brachte er das Metall zum Klingen und verursachte ein kollektives „Hatter nicht gemacht“ im weiten Rund.
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Was heißt das jetzt für den weiteren Verlauf der Saison? Der dritte Tabellenplatz ist sicherlich ein schöner Screenshot, den sich jeder auf sein Handy laden darf. Jedoch ist das auch sicher nur eine Momentaufnahme. Die Saison ist noch lang und es warten noch viele schwierige Spiele auf uns. Wichtig wird sein, weiter konzentriert zu trainieren und sich nicht auf den Punkten auszuruhen. Am nächsten Wochenende können sich unsere Kadaver einmal auf die Faule Haut legen, denn es ist spielfrei. Weiter geht es dann am 26.11. mit dem Auswärtsspiel gegen Straelen. Um 19:30 Uhr ist Anpfiff. „Ich habe jetzt schon wieder Lust, euch auf der Tribüne zu sehen und mit euch zu feiern“ (jeder, immer)
Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Stanislav Meschkorudni (12), Andreas Heppner (5), Mike Borgmann (4), Yves Nolte (3), Tobias Kremer , Karl Tetz (je 2), Cedric Borgmann, Fabian Eickels, Dominic Farin, Ben Hellmich und Sebastian Wienen