Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

In der Shenlong-Halle zu Tönisvorst standen wir am vorletzten Spieltag vor der Winterpause vor einer Herkulesaufgabe. Der noch ungeschlagene Tabellenführer schickte sich an, die nächsten zwei Punkte einzufahren. Dass wir hier nur eine Außenseiterchance hatten, war von Anfang an klar. Besonders unter der Berücksichtigung der dünnen Personaldecke ging es in diesem Spiel eher darum, sich gut zu verkaufen. Doch selbst das sollte uns verwehrt bleiben.

Tönis schaffte es von Anfang an uns die Butter vom Brot zu nehmen und bestrafte unsere nervöse Spielweise konsequent. Beim 4:0-Zwischenstand war die Partie im Prinzip schon gelaufen, denn offensiv ließ unser Spiel keine Besserung vermuten. Selbst das hoffnungsvolle 5:2 führte zu keiner Änderung. Tönis überrannte uns und ging mit 12:2 in Führung. Jetzt groß und breit über einzelne Aktionen des Spiels zu berichten entspricht nicht wirklich unserem redaktionellen Anspruch. Zusammengefasst: Tönis hui, wir pfui. Mit 21:5 und hängenden Köpfen ging es in die Pause.

Was sagt man als Trainer zu so einer Leistung. Schnauzt man seine Mannschaft so richtig zusammen oder lässt man Gnade vor Recht ergehen? Norbert Borgmann entschied sich zum Glück für die zweite Variante und sprach uns Mut zu: „Leute. Klar, spielen wir nicht gut und machen viel zu viele Fehler. Trotzdem ist es jetzt wichtig, wieder Spaß am Spiel zu haben“.  Auch Philipp Schaffrath  hielt eine fesselnde Ansprache. Er stellte besonders die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund, die wir teilweise vermissen ließen.

jimmi

 

Die zweite Halbzeit begann mit einer faustdicken Überraschung. Es zeigte sich ein komplett anderes Spiel und wir konnten auf 21:6 verkürzen. Grund genug für den gegnerischen Trainer die Notbremse zu ziehen und ein Time-Out zu nehmen. Hierzu kann man aus taktischer Sicht nur gratulieren. Wer weiß, was hätte passieren können. Leider war dann doch nicht „Alles-ist-möglich-Samstag“, sondern eher „Nein-heute-nicht-Samstag“. Tönis erholte sich vom zwischenzeitlichen 24:9 und schoss uns in der Folge vollends ab. Dass es am Ende 42 Gegentore wurden hilft der guten Stimmung jetzt nicht unbedingt. Aber wer und kennt, weiß, dass wir uns schnell erholen werden und schon bald wieder zu „Captain Jack“ singen und tanzen werden. (https://www.youtube.com/watch?v=boNRVXR7bqg)

Ein besonderes Schmankerl gab es in der Kategorie Andis Goldstück zu bewundern. So erzielte Amelie Polutta (Foto: http://www.sgueberruhr.de/damen/1-damen-2/) von der SG Überruhr im vorangegangenen Spiel der Damen-Oberliga gegen die Tschft. Tönis einen sehenswerten Treffer aus dem Rückraum. In unserem Spiel gab es leider nicht so schöne Tore zu sehen, außer natürlich Cedric Borgmanns 7-Meter kurz vor Schluss, als er sich voller Selbstvertrauen die Kugel schnappte. Der Man of the Match wurde relativ deutlich Mike Borgmann. Er war so ziemlich der Einzige, der Tönis noch etwas entgegenzusetzen hatte. Mit sechs Toren war er auch bester Schütze. Entschuldigen müssen sich alle Feldspieler bei unseren Torhütern, Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche. Sie bekamen quasi nur freie Würfe auf ihren Kasten.

mike

Entscheidend ist nach dem Spiel: Mund abputzen und weitermachen. Am nächsten Wochenende geht es gegen den HSV Rheydt und da sollen, wenn möglich, wieder Punkte folgen. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Halle Rheydt West in der Heckerstraße.