Sieg – ASV Rurtal 2F : HSV Wegberg 2F 35:19 (17:12)

Im Lokalderbie gegen die 2. Damen aus Wegberg hieß es dann aber wirklich, die ersten beiden Spiele abhaken. Mit „kleiner“ Bank (2 Auswechselspielerinnen) machten wir vom Start weg Druck, spielten im Angriff schön unsere Außen frei und gingen in Minute 5 schon mit 4:2 in Führung.

Dann passten wir uns leider wieder etwas dem Tempo Wegbergs an, blieben zwar in Führung, konnten uns aber nicht bedeutend absetzen.

Nach einem Time-Out in Minute 17 gelang uns dann aber die erste 6-Tore-Führung und schon da war klar, die beiden Punkte bleiben in Rurtal (HZ 17:12).

Im 2. Durchgang ließen wir ebenfalls keinen Zweifel daran aufkommen, wer hier gewinnen wird.

Die in den ersten beiden Spielen anscheinend verlorengegangene Spiellust war wieder da. Aus einer guten Deckung, spielten wir flotten konsequenten Handball und legten in der 45. Minute einen 10-Tore-Vorsprung hin, der bis zum Abpfiff weiter ausgebaut wurde. Ebenfalls schön, dass sich alle Feldspieler in der Torliste eintragen konnten und auch Selina im Tor wurde im Spielverlauf immer stärker; Ergebnis 35:19.

Es spielten uns trafen: Helena Merkel 2, Katja Buttler 10, Anke Hofmann 4, Nadine Gygax 3, Ute Martin 6, Sandra Lipp 5, Rebekka Knubben 3, Jessi Gruner 2, Selina Zubiks (Tor)


Letztes Saisonspiel ASV Rurtal 2 F – TV Erkelenz 2 F (12:4) 28:11

Im letzten Saisonspiel empfingen wir die 2. Garde aus Erkelenz. 

Wo wir im Hinspiel durch ein unnötiges Unentschieden noch einen Punkt liegen ließenhieß es heute die voll besetzte Bank zum schnellen Spiel und Tempo nutzen.

Nach einem holprigen, etwas zähen Start konnten wir dann aber nach 15 Minuten auf ein 6:2 wegziehen und den Vorsprung zur Halbzeitpause auf 12:4 ausbauen.

Auch im 2. Spielverlauf waren wir unseren Gegnerinnen spielerischvor allem konditionell überlegen und auch unsere Torhüterin Sandra Tanz zeigte eins ihrer stärksten Spiele und parierte die nicht geblockten Würfe der Erkelenzerinnen.

Über ein 21:7 und 25:9 stand es nach einem fairen und gutem Spiel 28:11 zum Abpfiff. Das lässt die Schmach aus dem Hinspiel vergessen J

Es spielten und trafen:

Sandra Tanz (Tor), Helena Merkel (2), Katja Buttler (8), Sabrina Vorwerk, Susanne Maier (3), Nadine Gygax, Jessika Gruner (1), Chrissi Kress, Lisa Stops (3), Bianca Reinhold (3), Sandra Lipp (2), Vera van Ool (6).

Mit 28:4 Punkten schließen wir als Tabellenzweiter unsere 3. gemeinsame Saison ab. Wie in den beiden Jahren zuvor, konnten wir immer oben mitmischen und auch diesmal setzten wir uns zusammen mit der 2. Damen aus Kaarst deutlich zum restlichen Kreisligafeld ab

An dieser Stelle auch Gratulation an die Kaarster Damen, die verdient in die Bezirksliga zurückkehren können und gegen die wir eins unserer besten Spiele zeigen konnten

Nun pausieren wir erstmal. Feiern unseren Saisonerfolg am Ballermann und steigen Ende Mai wieder mit der 1. Damen ins gemeinsame Training ein.

Dabei ist noch offen, wie es wirklich weitergeht. 

Nach 3 Jahren als Spielertrainerin hatte ich viel Spaß und Freude. 

Es war wieder toll, mit vielen langjährigen Spielerinnen an alte Erfolge anschließen zu können, immer unterstützt durch den Zugang junger Spielerinnen

Trotzdem war es gerade in dieser Saison ein Balanceakt, ein gutes Training anzubieten und auch an den Wochenenden zu den Spielen immer eine spielfähige Mannschaft zu haben. An dieser Stelle einen herzlichen Dank, an alle, die uns aus der 1. Damen ausgeholfen und spielerisch unterstützt haben. Ebenfalls vielen Dank an den Trainer Holger Schmitz, der ohne mit der Wimper zu zucken, ein gemeinsames Training angeboten hat und auch die Vorbereitung gestaltet.

Danke auch an Gudrun Falatik, die immer verlässlich ihren Job als unsere Zeitnehmerin gemacht hat. 

Und zuletzt vielen Dank an alle, mit denen ich in dieser Saison trainiert, gespielt, geschwitzt, geflucht, gelacht und das ein oder andere Wehwehchen und Gemecker geteilt habe.

Das waren: Bianca Reinhold, Carlotta Berghoff, Chrissi Kress, Helena Merkel, Katrin Pellemeier, Lisa Stops, Nadine Gygax, Sabrina Vorwerk, Sandra Lipp, Sandra Tanz, Selina Zubiks, Susi Maier, Ute Martin, Vera van Ool sowie Katrin Gers, Martina Albertz und Steffi Reinfelder als Nichtaktive.


Rheydter TV 1847 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 1F (9:13) 19:21

Den Ausfall von neun Spielerinnen durch Urlaub, Verletzung und Krankheit konnte man im Spielfluss nicht merken. Lediglich die Abwehr brauchte etwas Zeit um sich zu finden. Ab Mitte der ersten Halbzeit konnten die Damen vom ASV sich nach und nach absetzen und mit einem verdienten vier Tore Vorsprung in die Pause gehen. Nach der Pause fehlte leider die Durchschlagskraft im Angriff und durch einige Tempogegenstösse des RTV konnte dieser zum 15:15 ausgleichen. Kurz geriet der mögliche Sieg in Gefahr, durch eine dann intensivere Abwehr Leistung wurde sich mit vier Toren abgesetzt. Sogar in einer doppelten Unterzahl wurde kein Tor zugelassen und der ASV erzielte selbst ein Tor. Somit wurden die zwei Punkte verdient mit nach Hückelhoven genommen. Nochmals vielen Dank an Katja Buttler, die uns erneut tatkräftig unterstützt hat.

Es spielten und trafen: Joana Henssen, Jennifer Peters, Emilie Jebram (1), Jessica Peters (1), Annika Zimmermann (1), Lisa Falatik (2), Pia Heinrichs (2), Sarah Ternes (3), Sandra Mühlenberg (4), Katja Buttler (7)


Rheydter TV 1847 3F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F (13:15) 26:28

Am frühen Sonntagnachmittag fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Mönchengladbach und trafen auf die 3. Mannschaft des Rheydter TV. Aus dem gewonnenen Hinrundenspiel war noch bekannt, dass wir uns schon sehr schwer taten gegen diese Mannschaft. Gleichzeitig war es auch nach langer Verletzungspause, wieder das erste Spiel für Carlotta. Trotzdem sollte an die Leistungen des letzten Spiels angeknüpft werden. Das zumeist mangelnde Rückzugsverhalten sollte in diesem Spiel verbessert werden. Die Rheydterinnen begannen zügig und stießen konsequent in die Nahtstellen unserer Deckung und trafen sehr früh zum 1:0. Aufgrund der schlechten Torausbeute und einer guten Leistung von Selina konnten sich die Damen des Rheydter TV nicht weiter absetzen. Nach kurzer Zeit sammelten wir uns, nutzten die Chancen und zogen bis auf ein 1:5 davon. Um unseren guten Lauf zu unterbrechen, wurde ein Teamtimeout von den Rheydtern genommen. Das zeigte definitiv Wirkung. Es folgten auf den Fuß zwei Gegentore. Doch wir hielten bis zur 11. Minute den Zwei/Dreitorevorsprung. Danach erfolgte ein Einbruch. Insbesondere die Deckung ließ einlaufende Spielerinnen mit Ball an sich vorbeidribbeln oder die Deckung ließ sich einfach durcheinanderbringen. Daher fielen 4 Tore infolge für die Rheydterinnen und es stand plötzlich 9:8. Wir haben die Führung zwar abgegeben, doch setzten wir nach. Es wurde frühzeitiger auf die ballführende Spielerin rausgegangen, in der Deckung wurden die Arme wieder nach oben genommen und im Block gerutscht. Dadurch war es den Damen aus Rheydt nicht möglich ihren Vorsprung auszubauen. Nach einem hart umkämpften erhaltenen 7-Meter übernahmen wir wieder die Führung. Bei Minute 27:51 stand es 13:15. Dies sollte auch der Halbzeitstand sein. Der hart erkämpfte Vorsprung schmolz jedoch wieder zu Beginn der zweiten Halbzeit dahin. In weniger als einer Minute zogen die Rheydterinnen mit uns gleich. Wir vergaben durch Fehlpässe leichtfertig den Ball. Da die Gegnerinnen es uns gleich taten, wirkte sich unsere Konzentrationsschwäche nicht weiter auf das Ergebnis aus. Wir schafften wieder ein Zwei-/Dreitorevorsprung. Trotz mancher nicht getroffener Entscheidungen des Schiedsrichters, ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und legten einfach nach. Somit stand es in der 52. Minute 21:27. Scheinbar war der Vorsprung zu früh erreicht worden, denn schon ließen wir in der Deckung nach und den Rheydter Damen gelangen 3 Tore in Folge zu erzielen. Die 3 Tore rüttelten uns für die letzten Minuten nochmal wach und kämpften weiter. Obwohl wir in der 54. Minute unser letztes Tor erzielten, wurde nicht mehr zugelassen, den Sieg zu gefährden. Spielendstand war 26:28. Es spielten und trafen: Selina Zubiks, Katja Buttler (6), Carlotta Lowin (3), Susanne Maier (2), Christina Kress (2), Nadine Gygax, Lisa Stops (4), Bianca Reinhold, Vera van Ool (9), Ute Martin (2)

 


ASV Rurtal-Hückelhoven 2F – TV Beckrath 3F (18:10) 37:22

Am Samstagnachmittag trafen wir im Heimspiel auf die dritte Mannschaft des TV Beckrath. 

Da auch in dieser Woche einige Spielerinnen aufgrund von Krankheit fehlten, half uns nochmals Stephanie Schmitz aus der ersten Damen bei uns aus. 

Neben der zweiten Torhüterin gab es daher nur eine Auswechselspielerin. Uns gegenüber stand eine junge Mannschaft. Deshalb hieß es die Chancen nutzen und weiter locker aufspielen. 

Was in den letzten Spielen nicht beachtet wurde, war es in diesem wie ausgewechselt. Von Anfang an wurde sich konzentriert und die Chancen wirklich gut genutzt. So stand es nach ca. 4 Minuten 3:1 für den ASV. 

Jedoch schafften wir es nicht uns klar von den Gegnerinnen abzusetzen. Die Beckratherinnen waren sehr schnell auf den Beinen und nutzten ein ums andere Mal die schnelle Mitte und verwandelten dies in ein Tor. Hier wurde im Teamtimeout nochmals darauf hingewiesen, dass das Rückzugsverhalten -zügig zurücklaufen oder früher umdrehen – schneller sein muss. Das nahm sich jede Spielerin zu Herzen und kämpfte sich zurück. Durch die gute Deckungsarbeit verloren die Beckratherinnen öfter den Ball. Diesmal nutzten wir solch einen Ballverlust bis nahezu 100% und warfen die Tore. So schafften wir es uns in der 27. Minute einen 6-Torevorsprung auf ein 14:8 herauszuarbeiten. Doch das war uns noch nicht genug und wir legten in den letzten verbleibenden Minuten noch einen drauf. Das ging zwar zum Schluss ordentlich an die Kondition. Darum schafften die Damen des TV Beckrath hin und wieder eine gute Körpertäuschung in ein Tor zu verwandeln. Doch trotzdem holten sie den Vorsprung nicht mehr auf und gingen mit 18:11 in die Halbzeitpause.  

In den letzten Spielen wurde oft gesagt, dass die zweite Halbzeit anders als die Erste laufen soll. Doch diesmal kann davon keine Rede sein. Es sollte so weiter gemacht werden, wie zuvor. Festzustellen war, dass die zweite Halbzeit langsamer als die Erste begann. Trotzdem war kurzzeitig der Wurm drin. Es gab unnötige Ballverluste, weil wieder etwas zu schnell und zu viel gewollt worden ist. Jedoch schafften es nicht die Beckratherinnen unsere Fehler für sich zu nutzen. Daher sammelten wir uns sehr schnell und hielten unseren 6-Torevorsprung bis zur 45. Minute. Bis dahin stand es 25:19. Dann legten wir nochmals einen oben drauf und die Damen des TV Beckrath hatten kein Gegenmittel mehr. Durch schöne Zuspiele und ein schnelles Spiel erzielten wir weitere Tore. Nach einem äußerst fairen und schnellen Spiel gewann wir mit einer tollen Mannschaftsleistung 37:22. 

Ich bedanke mich bei Stephanie für ihre tatkräftige Unterstützung. Allen Verletzten und Erkrankten wünsche ich weiterhin eine gute Besserung. 

Es spielten und trafen:

Sandra Tanz, Selina Zubiks, Stephanie Schmitz (1), Katja Buttler (12), Christina Kress (1)Sabrina Vorwerk (4)Lisa Stops (6), Bianca Reinhold (2)Vera van Ool (11)


TV Korschenbroich 1F – ASV Rurtal 1F

Ergebnis 22:23 – Halbzeit 12:10

Die Damen des ASV Rurtal waren Gast beim Tabellenzweiten und Landesligaabsteiger TV Korschenbroich. Der Beginn des Spiels gestaltete sich ausgeglichen, ab Mitte der 1. Halbzeit konnte der Gastgeber sich kontinuierlich absetzen und eine 12:7 Führung erzielen. Durch eine konsequentere Abwehrarbeit wurde nach der 22. Minute kein Gegentreffer mehr zugelassen und auf 12:10 verkürzt. Anstatt nach der Pause an diese Leistung anzuknüpfen lief in der Abwehr des ASV nichts mehr zusammen und der TV Korschenbroich entfernte sich innerhalb weniger Minuten auf 19:12.
Im Team-Time-Out wurde sich kurz geschüttelt und völlig verändert das weitere Spiel angegangen. In der Abwehr wurde nun zugepackt und die Räume eng gemacht, die wenigen Bälle, die noch aufs Tor kamen hielt Joana Henssen im Tor fest. Auch der Angriff steigerte sich und zeigte schöne Kombinationen und Durchsetzungswillen. Innerhalb von 13 Minuten wurde der Rückstand eliminiert und in diesen wenigen Minuten 2:9 Tore für den ASV erzielt. Beim 22:22 blieb in der vorletzten Minute ein eigener Tempogegenstoß noch ungenutzt- so dass der Siegtreffer erst 13 Sekunden vor Schluss erzielt wurde.
Der Sieg war durch die engagierte Leistung hoch verdient und es zeigte sich, dass der breite, ausgeglichene Kader ein Vorteil in der Schlussphase eines Spiels ist. Der Lohn dieser Leistung ist der derzeitige 2. Tabellenplatz.

Vielen Dank auch an unsere zahlreichen Fans, die zu später Stunde den Weg nach Korschenbroich gefunden haben. 👏🏻🎉

Es spielten und trafen:
Joana Henßen TW
Betti Botzkowski 6
Annika Zimmermanns 4
Caro Reuter 3
Steffi Schmitz 3
Rebekka Knubben 2
Sarah Ternes 2
Michelle Gallois 2
Jenni Peters 1
Lisa Falatik
Sabrina Falatik
Paula Zimmermanns


Pokalspiel ASV Rurtal 1F – HG Kaarst Büttgen 1F

15:26 (7:11)

Im Pokal war beim Bezirksligisten ASV Rurtal der Verbandsligist aus Kaarst zu Gast. Wie erwartet war das Tempo des Gastes und die individuelle Klasse ungewohnt hoch. Davon zeigte sich die Mannschaft unbeeindruckt und nahm die Herausforderung an. Mit einer hohen Laufbereitschaft und konsequenter Abwehrarbeit, sowie viel Bewegung vor dem gegnerischen Tor war die erste Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 25. Minute ging der Gast jeweils in Führung und der ASV glich aus, so dass es dann 6:6 stand. In den letzten Minuten musste dem Tempo Tribut gezollt werden und es ging mit 7:11 in die Pause. Ein Ergebnis, über das Kaarst gegen viele Gegner in der Verbandsliga froh wäre.

Nach der Pause wurde nicht so druckvoll gearbeitet. Es wurden im Angriff einige Bälle verschenkt und die Kaarster konnten sich auch durch Tempogegenstösse mit 9:19 absetzen. In der letzten viertel Stunde wurde, obwohl das Ergebnis nun eindeutig war, wieder konzentriert agiert und das Spiel aus der ersten Halbzeit fortgeführt. Ein 6:7 in dieser Zeit spricht für sich. Somit war es ein Spiel, das Spaß gemacht hat und über weite Strecken eine ausgeglichene Leistung auf hohen Niveau gezeigt hat. Ein besonderer Dank an die lautstarken Fans

Es spielten und trafen:
Joana Henßen TW
Caro Reuter
Steffi Schmitz 2
Betti Botzkowski 4
Annika Zimmermanns 1
Sabrina Falatik
Rebekka Knubben
Lisa Falatik 1
Sarah Ternes 2
Paula Zimmermanns
Jenni Peters 1
Michelle Gallois 4
Ayke Kunze


ASV Rurtal 1F – Turnerschaft Lürrip 2F

17:27 (6:14)

Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Lürrip wurde in der ersten Halbzeit im Angriffsspiel etwas zu viel Respekt gezeigt. Da die eigenen Angriffe zu selten konsequent zu Ende gebracht wurden kamen die Damen des ASV zu selten zum Torerfolg und luden den Gast zu Tempogegenstössen ein. Die Halbzeitführung war hoch verdient.

Mit einer selbstbewussteren Einstellung wurde die zweite Halbzeit angegangen. Es entwickelte sich nun ein gutes und ausgeglichenes Spiel.

Die beiden verletzten Michelle Gallois und Sarah Ternes trüben den Abend zusätzlich. Gute Besserung an Beide.

Es spielten und trafen:
Joana Henssen (TW)
Karo Meyntz (TW)
Carlo Reuter 3
Steffi Schmitz
Jessi Gruner
Annika Zimmermanns 2
Rebekka Knubben 2
Lisa Falatik 2
Emilie Jebram
Sarah Ternes 2
Paula Zimmermanns 1
Jenni Peters 2
Michelle Gallois 1
Sandra Mühlenberg 2


TV Erkelenz 1F – ASV Rurtal 1F

Ergebnis 25:20 (12:8)

Die Zuschauer konnten sich über ein gutes und spannendes Spiel erfreuen.

Die ersten 15 Minuten gehörten dem Gastgeber, da die Hückelhovener leider zuviele Chancen liegen ließen. Die 7:2 Führung wurde dann innerhalb von 11 Minuten fast ausgeglichen (9:8) ehe die Erkelenzer sich bis zur Pause wieder mit vier Toren absetzen konnten.

Die zweite Halbzeit war ausgeglichen und mit mehr Konsequenz.
In der 50. Minute ließ die Absprache in der Abwehr nach, sodass Erkelenz mit acht Toren Vorsprung davon ziehen konnte. Im Timeout waren wir uns einig das dieses Ergebnis nicht unsere gezeigte Leistung widerspiegelt und wir noch einmal Gas geben wollen. Bis zur letzten Minute kämpften wir uns als Mannschaft nochmal heran.

Der Vorsprung aus der ersten Halbzeit reichte Erkelenz jedoch um den Sieg einzufahren.

Danke an Katja, die uns am heutigen Spieltag unterstützt hat.

Es spielten und trafen:

Joana Henßen (TW)
Caro Reuter 5
Annika Zimmermanns 4
Rebekka Knubben 2
Lisa Falatik 2
Paula Zimmermanns 2
Sandra Mühlenberg 1
Jessi Gruner 1
Katja Buttler 1
Sabrina Holtum 1
Sarah Ternes
Ayke Kunze
Jenni Peters 1


Borussia Mönchengladbach 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F 7:20 (1:11)

Am heutigen Sonntagmittag trafen wir uns auswärts in der Halle Math.-Nat. Gymnasium zum ersten Saisonspiel gegen die Damen der Borussia.

Nachdem beide Mannschaften sich zu Beginn durch viele Ballverluste auszeichneten, machten wir nach ca. 5 Minuten das erste Tor zum 0:1. Die Damen der Borussia glichen noch aus, doch das sollte das einzige Gegentor in Halbzeit eins bleiben. Unsere Abwehr stand im Mittelblock gut und konnte gefühlt jeden einzelnen Ball blocken, der aus dem Rückraum kam. Darüberhinaus stand unsere neue Torhüterin, Sandra (ehemals TUS Oberbruch), sicher zwischen den Pfosten und hielt alles was nicht zu blocken war oder von außen kam. Der Angriff gestaltete sich zunächst noch nicht sehr einfallsreich, was sich aber im Laufe der Halbzeit besserte. So gingen wir mit einem verdienten 10-Tore Vorsprung  in die Halbzeit.

 

Halbzeitfazit: Mehr Tempo und vor allem die 2. Welle gehen.

 

Mit einer Änderung im Tor gingen wir in die 2. Halbzeit. Von nun an stand mit Selina (ehemals A-Jugend) noch ein neues Gesicht zwischen den Pfosten. Durch einen fulminanten Start mit sieben aufeinanderfolgenden Toren, konnten wir unseren Vorsprung weiter ausbauen. Selina fügte sich gut ein und gewann mit jedem gehaltenen Ball mehr Selbstvertrauen.

Es wurde munter nach vorne gespielt und Tore fielen weiter, jedoch war die Torausbeute nach Tempogegenstößen nicht so ansprechend, da viele Bälle in gegnerischen Händen landeten und einfach zu ungenau gepasst wurden. Nach dem zwischenzeitlichen 20:6 kamen die Gegnerinnen lediglich noch kurz vor Schluss zum 20:7 Endstand. Ein Dankeschön an Sarah, die uns auf Grund von Personalmangel ausgeholfen hat.

 

Fazit: Alles in allem war es ein sehr faires Spiel, in dem es nur eine 2 Minutenstrafe für die Gegnerinnen gab. Die Torausbeute war dann in der 1. Halbzeit etwas besser. Darüberhinaus gab es keine Verletzten 🙂

 

Es spielten und trafen: Sandra T., Selina, Katja (6), Sandra (2), Sarah (3), Helena (3), Martina (3), Ute (1), Katrin P., Lisa (2)


Welfia Mönchengladbach 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F (6:7) 12:15

Am Sonntagmittag fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Mönchengladbach und trafen dort auf die zweite Mannschaft von Welfia Mönchengladbach.

Aufgrund von Krankheit und Verletzungen wurden wir durch zwei Spielerinnen unserer 1. Damenmannschaft tatkräftig unterstützt.

Da wir uns bereits in der Hinrunde – ein Nachholspiel an einem Donnerstagabend – unglaublich schwer taten, wollten wir es im Rückspiel weitaus besser machen. Das haben wir uns zwar gesagt, aber Taten folgten darauf nicht. Es sollte locker aufgespielt werden und die Chancen sollten dementsprechend genutzt werden. Jedoch funktionierte irgendwie nichts. Wieder spielten wir zu selten durch und es wurden zu früh Aktionen gestartet, die keine klare Torchance hergaben.

Deshalb stand es über 4 Minuten 1:0 für die Damen von Welfia. Nach fast 5 Minuten fiel dann das 1:1. Doch hier platzte der Knoten nicht. Wie die ersten 5 Minuten zog es sich die nächsten 15-20 Minuten fort. Erst kurz vor Ende der 1. Halbzeit wurde konsequenter und torgefährlicher in die Lücken gestoßen. Daraus ergaben sich sehr gute Torchancen, die genutzt worden sind und wir erarbeiteten uns zunächst einen 2- Tore -Vorsprung. Den konnten wir zwar nicht halten, da kurz vor Ende der Halbzeit eine 2 Minutenstrafe gegen uns gepfiffen wurde. Unsere Deckung sowie die Torfrau bügelten oft die im Angriff gemachten Fehler wieder aus. Deshalb gingen wir in die mit einem unbefriedigenden Zwischenergebnis von 6:7 in die Halbzeitpause.

Wie schon so oft, sollte nun die 2. Halbzeit anders verlaufen als die Erste. Die ersten 10 Minuten verliefen auch wie gewünscht. Die Deckung arbeitete weiter hervorragend und zwang die Welfia Damen zu einigen Fehlpässen. Daraus resultierten für uns Tore. So bauten wir uns einen Vorsprung von 5 Toren auf ein 7:12 aus. Was  dann geschah, ist nicht zu erklären. Erneut gingen wir im Angriff in den Modus: „Hektisch und viel zu schnell abschließen“ über. Was in der Deckung erarbeitet wurde, wurde leichtfertig wieder hergegeben. So schrumpfte ein guter 5-Tore-Vorsprung bis auf ein 12:13. Den Sieg wollten wir uns aber nicht nehmen lassen und konzentrierten uns nochmal in den letzten verbleibenden 5 Minuten. Aufgrund der sehr guten Torwartleistungen in erster und zweiter Halbzeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung inklusive der Unterstützung von der 1. Damen brachten wir den Sieg nach Hause und gewannen das Spiel mit 12:15.

Ich bedanke mich bei Pia und Stephanie für eure tatkräftige Unterstützung. Allen Verletzten und Erkrankten wünsche ich eine gute Besserung. Schont euch und wir steigen nach Karneval wieder voll ein.

Es spielten und trafen:

Sandra Tanz, Selina Zubiks, Helena Merkel (1), Katja Buttler (8), Pia Heinrichs, Susanne Maier, Katrin Pellemeier (1), Christina Kress, Nadine Gygax, Bianca Reinhold, Stephanie Schmitz (3), Ute Martin (2)

 

von Sandra Lipp

 


ASV Rurtal 2F – Borussia Mönchengladbach 2F 25:14 (12:7)

Am heutigen Samstagnachmittag trafen wir in heimischer Halle auf die Zweitbesetzung der Gladbacher Borussia. Der Tabelle nach zu urteilen sollte das ein ganz enges Spiel werden.

Leider verschliefen wir die ersten paar Minuten total und sahen uns nach einer Minute bereits mit 0:2 hinten. Die Abwehr stand nicht gut, es wurde nicht gerutscht und so kamen die Damen der Borussia zu schnellen, einfachen Toren. Nach knapp 5 Minuten platzte der Knoten dann endlich und wir konnten durch Katrin endlich unser erstes Tor erzielen. Über ein 1:3, 2:3, 3:3, 3:4 und 4:4 holten wir uns dann endlich in der 15. Minute die verdiente Führung und gaben diese auch nicht mehr ab. Das Spiel wurde mit und mit schneller, leider konnten wir durch weggeworfene Bälle unsere Führung nicht weiter ausbauen und kassierten hinten unnötigerweise noch 3 weitere Tore. So stand es 12:7 zur Halbzeit.

 

Die Ansprache in der Halbzeit war ganz klar, es muss sich in der Abwehr besser verständigt werden. Leider ließen wir unserem direkten Gegenspieler zu oft zu viel Platz. Daraus resultierten dann auch die großen Lücken, die die Gladbacherinnen nicht immer nutzen konnten. Leider waren wir durch diese offenere Deckungsvariante mehrmals zu spät am Gegenspieler und kassierten fünf 7-Meter gegen uns, wovon dann zum Glück nur einer verwandelt werden konnte.

In der zweiten Halbzeit sollte die Deckungsarbeit also weiter präzisiert und die Chancen im Angriff besser verwertet werden.

 

Die zweite Halbzeit begann dann leider ähnlich wie die Erste. Zwar warfen wir das erste Tor, brauchten dafür jedoch fast fünf Minuten. Doch dann ging es weiter schnell nach vorne und es konnten schön herausgespielte Tore erzielt werden.

Leider verletzte sich unsere Rückraumspielerin Sandra schwer an der Rippe, die sie sich beim Zusammenstoß mit der gegnerischen Abwehr brach. Auf diesem Wege gute Besserung!!!

 

Es spielten und trafen: Sandra Tanz (TW), Selina Zubiks (TW), Katja Buttler (7), Nadine Gygax, Sandra Lipp, Vera van Ool (4), Katrin Pellemeier (2), Lisa Stops (7), Susanne Maier (1), Helena Merkel (4), Ute Martin


Spielbericht TV Erkelenz 1860 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F 14:14 (3:7)

Am Sonntagnachmittag fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Erkelenz. Zwar war es ein Nachmittagsspiel, aber trotzdem hieß die Devise schnell spielen, Tore machen und einen Sieg nach Hause holen.

 

Die ersten Minuten verliefen jedoch nicht so, wie wir es uns gewünscht haben. Wir erspielten uns gute Chancen, die jedoch nicht genutzt worden sind. Daher dauerte es fast 5 Minuten bis dann das erste Tor fiel. Danach lief es besser und wir konzentrierten uns auf unser Spiel. Dadurch gelang uns eine 0:4 Führung. Die Deckung stand sehr gut. Die Erkelenzer Kreisläuferin wurde durch ein sehr gutes Stellungsspiel unsererseits aus dem Spiel genommen und konnte durch die Aufbauspieler (die sie immer wieder suchten) nicht angespielt werden, so dass es zu technischen Fehlern kam. Auch wenn wir im Angriff zügiger spielten, war doch zumeist zu wenig Bewegung, dass keine eindeutige Lücke erarbeitet werden konnte. Da sich aber unsere Torausbeute verbesserte, waren wir bis 8 Minuten vor Ende der 1. Halbzeit mit 1:7 in Führung. Durch ein 7-Meter Tor der Erkelenzerinnen und ein Tor von der Außenposition kamen sie noch bis zum Abpfiff auf ein 3:7 heran.

Die zweite Halbzeit sollte so starten, wie die erste aufgehört hat. Jedoch ging dies absolut schief.

Wir machten zwar nach 30 Sekunden das 3:8, aber danach lief nichts mehr. Sehr viele technische Fehler, Bälle kamen nicht mehr platziert auf das Tor. Ganz klare Chancen wurden nicht genutzt. Die Deckung war lückenhaft – irgendwie scheinen alle Spieler neben sich gestanden zu haben. Die Erkelenzerinnen nutzten gnadenlos unsere Unkonzentriertheit aus und verwandelten fast jeden Wurf in ein Tor. So hieß es in der 40. Minute 8:8. Damit war der herausgespielte Torvorsprung dahin.

Jetzt versuchten wir uns nochmal am Riemen zu reißen und schafften zumindest bis zur 56. Minute ein 2-Tore-Vorsprung 12:14 wieder zu erarbeiten. Aus unerklärlichen Dingen wurde es wieder hektisch in unserem Angriff. Wir schlossen viel zu schnell unsere Angriffe ab und es konnte dadurch keine gute Torchance erspielt werden. Wiedermal nutzten die Erkelenzerinnen diese Gelegenheit und erzielten in der 58. Minute das  Endergebnis 14:14.

 

Danke an die Betreuer Nadine Gygax und Helena Merkel.

 

Es spielten und trafen:

Sandra Tanz, Selina Zubiks, Katja Buttler (2), Susanne Maier, Katrin Gers, Katrin Pellemeier (1), Christina Kress, Bianca Reinhold (1), Sandra Lipp (2), Vera van Ool (7), Sabrina Falatik (1)

 


ASV Rurtal 2F – ATV Biesel 3F 36:19 (19:8)

Am heutigen Samstagnachmittag trafen wir im letzten Heimspiel in diesem Jahr auf die dritte Damenmannschaft des ATV Biesel. Mit „nur“ 2 Auswechselspielerinnen auf beiden Seiten starteten wir sehr gut mit einem 4-Tore-Lauf ins Spiel.

Durch das inaktive gegnerische Angriffsspiel, welches sich nur auf zwei Spielerinnen stützte, stellten wir unsere Abwehr auf 5:1 um. Dennoch kassierten wir in der ersten Viertelstunde zu viele einfache Tore aus dem Rückraum. Es wurde in der Abwehr nicht im Verbund verschoben und so stand man seiner Gegenspielerin beim Abschluss alleine gegenüber. Dies führte dazu, dass aus 8m an uns vorbei geworfen wurde und unsere Torfrau Sandra keine Möglichkeit hatte diese Bälle zu parieren, da sie einfach nicht zu sehen waren. Nachdem wir das dann im Team-Timeout besprochen haben, klappte es etwas besser. Trotzdem kassierten wir einige doofe Tore auf Grund nicht vorhandenem Block. Unser Angriff gestaltete sich facettenreich. Wir gelangen durch viele verschiedene Aktionen immer weiter in Führung, so stand es am Ende der 1. Halbzeit verdientermaßen schon 19:8.

 

Klare Absprachen während der Halbzeit waren noch einmal auf die Abwehrarbeit bezogen, die uns immer noch nicht zufriedenstellte.

 

So starteten wir im Angriff etwas langsamer als in der ersten Halbzeit. Das Tempo wurde zum Teil etwas rausgenommen, obwohl wir die Bieseler Damen mit einfachen Abschlüssen durch die 2. Welle oder Freiwürfe ärgern konnten. So nahm das Torewerfen seinen Lauf und am Ende stand ein 36:19 auf der Anzeigetafel.

Ein schöner sportlicher Abschluss mit vielen Toren zum Jahresende!

 

Lieben Dank an Jessi, die uns netterweise aushalf!

 

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

 

Es spielten und trafen: Sandra Tanz (TW), Selina Zubiks, Katja Buttler (12), Vera van Ool (4), Katrin Pellemeier (2), Lisa Stops (6), Helena Merkel (4), Ute Martin (5),

Jessi Peters (2), Christina Kress (1)


ASV Rurtal 2F – HSV Wegberg 2F 31:16 (16:9)

Am späten Donnerstagabend empfingen wir die 2. Damen aus Wegberg zum Nachholspiel in eigener Halle. Rückblickend zu unserem letzten Nachholspiel an einem Donnerstagabend war uns bewusst, dass uns die gemachten Fehler nicht wieder passieren dürfen.

 

Das Spiel begann auf hohem läuferischem Niveau. Beide Angriffsreihen ließen sich kaum Zeit um einen Angriff richtig durchzuspielen. So schlossen wir nach 21 Sekunden mit dem 1:0 durch Vera van Ool ab. Im Gegenzug kassierten wir dann direkt das 1:1. Sah es zu Beginn noch aus als würden sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen, setzten wir uns  ab Minute 3 deutlich ab. Mit einem Lauf von 4 Toren begannen wir unsere gute Torausbeute an diesem Abend. Das hieß aber nicht, dass wir unsere Fehler minimieren konnten. Viele Abspielfehler im Lauf nach vorne wurden anfangs noch bitter durch direkte Gegentore bestraft. Ärgerlich war zudem auch, dass immer härter werdende Spiel. Auf beiden Seiten wurde gut angepackt. Verwunderlich war es, dass es erst in der 23. Minute die erste Hinausstellung gab.

In der Halbzeit wurde sich über viele Dinge aufgeregt und viel diskutiert. Dennoch kamen wir zu dem Schluss, Angriffe noch deutlicher durchzuspielen und im Spiel nach Vorne öfter die besser postierte Frau anzuspielen statt blind nach Vorne zu werfen in der Hoffnung, dass der Ball schon irgendwie ankommt.

 

Die 2. Halbzeit begannen wir mit 3 Toren in Folge. Leider blieb die Härte des Spiels bestehen und so musste das Spielgeschehen des Öfteren für Verletzungspausen unterbrochen werden. Auch wenn es ein schnelles Spiel mit vielen Toren war, war es nicht schön anzusehen. Durch die recht offene Abwehr der Wegbergerinnen, konnten wir schöne Angriffe zum Torabschluss bringen. So stand zum Schluss ein deutlicher Sieg mit 31:16 zu Buche, der zu keiner Zeit in Gefahr war.

 

Ihr Debut bei uns gab heute Chrissi, die sich trotz engagierter Leistung am Kreis, leider nicht in der Torschützenliste verewigen konnte.

 

Es spielten und trafen: Sandra Tanz, Selina Zubiks, Ute Martin (2), Vera van Ool (7), Katja Buttler (7), Helena Merkel (3), Bianca Reinhold (1), Christina Kress, Katrin Pellemeier (5), Lisa Stops (6)


Fortbildungen für Jugendtrainer

Liebe Trainer,

der Handballkreis Mönchengladbach bietet auch dieses Jahr wieder diverse Fortbildungen für Jugendtrainer an. Wir freuen uns über viele Interessenten!


1. Heimspiel – 3. Sieg in Folge

ASV Rurtal 2F – Rheydter TV 3F            25:13 (14:7)

Am heutigen Samstagnachmittag absolvierten wir unser 1. Heimspiel in dieser Saison.

Von Beginn an hieß es Tempo machen, da die Rheydter Damen nur mit einer Auswechselspielerin angereist waren. Auf beiden Seiten wurde mit einigen Fehlern begannen, die dann zu Ballverlusten führten. In der 2. Minute kassierten wir das 0:1, glichen jedoch umgehend zum 1:1 aus. Das 1:2 der Rheydter sollte dann die letzte Führung für die Gegnerinnen sein, denn von da an gaben wir Gas und spielten schnell und erfolgreich nach vorne. Tempogegenstöße wurden konsequent von mehreren Spielerinnen gelaufen und erfolgreich abgeschlossen. Die Abwehr stand auch sicher. Über ein 5:2, 8:3 und 11:4 gingen wir schlussendlich mit 14:7 in die Halbzeit. Dennoch ärgerten wir uns über die zahlreichen vergebenen Chancen, indem wir oftmals die Torhüterin anwarfen oder den Pfosten trafen.

Klare Ansage zur Halbzeit: Chancenverwertung muss effektiver werden.

 

Die 2. Halbzeit begann ähnlich wie die 1. Bälle wurden auf beiden Seiten verloren und es dauerte knapp 2 Minuten bis das erste Tor zum 15:7 fiel. Leider setzten wir die in der Halbzeit besprochenen Dinge nicht um und konnten unseren Torvorsprung dadurch nicht so ausbauen, wie es verdient gewesen wäre. Darüberhinaus standen wir bei unseren Torabschlüssen viel zu oft im Kreis. 🙂

Dennoch stand es am Ende 25:13 und wir gingen mit unserem 3. Sieg in Folge in die Kabine.

Zu erwähnen wäre noch die Rückkehr von Bianca Reinhold aus dem Mutterschutz, die sich durch zwei schön herausgespielte Tore zurückmeldete.

 

Lieben Dank an Paula, die uns netterweise nochmal aushalf.

 

Es spielten und trafen: Sandra Tanz (TW), Katja Buttler (7), Bianca Reinhold (2), Sandra Lipp (2), Vera van Ool (4), Katrin Pellemeier (1), Lisa Stops (1), Susanne Maier (2), Helena Merkel (4), Ute Martin (2), Paula Zimmermanns


TV Beckrath 3. Damen – ASV Rurtal Hückelhoven 2. Damen 18:28 (9:16)

TV Beckrath 3. Damen – ASV Rurtal Hückelhoven 2. Damen 18:28 (9:16)

Am heutigen Sonntagmorgen fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Wickrath.
Mit nur zwei Auswechselspielern, von denen eine noch erkältet war, traten wir zur ungeliebten Mittagszeit an.
Nach einem schnellen Start gingen wir mit 1:0 in Führung. Den Damen aus Beckrath merkte man die Unsicherheit im ersten Seniorenjahr an. Wir spielten unsere Angriffe routiniert durch und kamen so zu einfachen Toren. Die Abwehr stand nicht ganz so sicher, konnte aber dennoch einige Bälle blocken. Darüberhinaus zeichneten sich unsere Torhüterinnen wieder mit tollen Paraden aus.
Gegen Ende der 1. Halbzeit verletzte sich Martina am Fuß, gute Besserung weiterhin! So gingen wir mit 9:16 in die Pause.

Hier kam nochmal die ganz klare Ansprache: Konzentrierter in der Abwehr und werfen aus dem Rückraum.

Gesagt, getan – nicht wirklich!
Leider begann die 2. Halbzeit sehr unkonzentrierten wir vertändelten jede Menge Bälle, sei es durch unsere eigenen Füße oder durchs Wegwerfen von Tempos.
Dennoch war der Sieg in keinster Weise gefährdet.
Leider verletzte sich dann noch eine der Beckratherinnen, auch ihr gute Besserung!

Am Ende stand ein verdienter Sieg mit vielen Toren zu Buche.

Vielen Dank an Paula, die uns netterweise aushalf.

Es spielten und trafen: Sandra Tanz, Selina Zubiks, Helena Merkel (2), Katja Buttler (10), Martina Albertz (1), Katrin Pellemeier (2), Lisa Stops (6), Paula Zimmermanns (1), Vera van Ool (4), Ute Martin (2)

Von Lisa Stops


Asv Rural gegen VfL Welfia 1.Damen 13:20 (5:6)

Im Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten dominierten beide Abwehrreihen und zwei gut aufgelegte Torhüterinnen. Daher stand es nach sieben Minuten lediglich 0:1 für den Gast. Die dann folgende 1:4 Führung wurde beim Stand von 5:5 ebenso wie alle weiteren Führungen durch den Asv ausgeglichen. Erst durch 2 Tore in der 53. gelang es den Gästen in Überzahl den Vorsprung auszubauen. Die Niederlage in einem sehr spannenden Spiel war verdient, aber mit einer besseren Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor vermeidbar gewesen. Ein Dank gilt unserem Schiri Philipp Schaffrath, der glücklicherweise spontan einspringen konnte.


Borussia Mönchengladbach 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F 7:20 (1:11)

Borussia Mönchengladbach 2F – ASV Rurtal-Hückelhoven 2F 7:20 (1:11)

von Lisa Stops

Am heutigen Sonntagmittag trafen wir uns auswärts in der Halle Math.-Nat. Gymnasium zum ersten Saisonspiel gegen die Damen der Borussia.

Nachdem beide Mannschaften sich zu Beginn durch viele Ballverluste auszeichneten, machten wir nach ca. 5 Minuten das erste Tor zum 0:1. Die Damen der Borussia glichen noch aus, doch das sollte das einzige Gegentor in Halbzeit eins bleiben. Unsere Abwehr stand im Mittelblock gut und konnte gefühlt jeden einzelnen Ball blocken, der aus dem Rückraum kam. Darüberhinaus stand unsere neue Torhüterin, Sandra (ehemals TUS Oberbruch), sicher zwischen den Pfosten und hielt alles was nicht zu blocken war oder von außen kam. Der Angriff gestaltete sich zunächst noch nicht sehr einfallsreich, was sich aber im Laufe der Halbzeit besserte. So gingen wir mit einem verdienten 10-Tore Vorsprung  in die Halbzeit.

Halbzeitfazit: Mehr Tempo und vor allem die 2. Welle gehen.

Mit einer Änderung im Tor gingen wir in die 2. Halbzeit. Von nun an stand mit Selina (ehemals A-Jugend) noch ein neues Gesicht zwischen den Pfosten. Durch einen fulminanten Start mit sieben aufeinanderfolgenden Toren, konnten wir unseren Vorsprung weiter ausbauen. Selina fügte sich gut ein und gewann mit jedem gehaltenen Ball mehr Selbstvertrauen.

Es wurde munter nach vorne gespielt und Tore fielen weiter, jedoch war die Torausbeute nach Tempogegenstößen nicht so ansprechend, da viele Bälle in gegnerischen Händen landeten und einfach zu ungenau gepasst wurden. Nach dem zwischenzeitlichen 20:6 kamen die Gegnerinnen lediglich noch kurz vor Schluss zum 20:7 Endstand. Ein Dankeschön an Sarah, die uns auf Grund von Personalmangel ausgeholfen hat.

Fazit: Alles in allem war es ein sehr faires Spiel, in dem es nur eine 2 Minutenstrafe für die Gegnerinnen gab. Die Torausbeute war dann in der 1. Halbzeit etwas besser. Darüberhinaus gab es keine Verletzten 🙂

Es spielten und trafen: Sandra T., Selina, Katja (6), Sandra (2), Sarah (3), Helena (3), Martina (3), Ute (1), Katrin P., Lisa (2)


Saisonauftakt

Also zum heutigen Spiel ist zusagen, dass die neue Saison so beginnt wie die Alte endete: als totale Katastrophe..

Trotz einer sehr ansehnlichen Vorbereitung und zahlreichen Testspiele gegen unsere erste Mannschaft konnten wir in diesem Spiel unser volles Potential leider nicht abrufen. Die Laufwege, Spielzüge und das Abwehrverhalten waren in Ordnung aber die Torwürfe waren das reinste Chaos. Völlig unkonzentriert beim Abschluss gingen weit über 50% der Bälle neben das Tor, gegen den Pfosten oder genau auf den Torwart. Wären von diesen verworfenen Bällen die Hälfte drin wäre es nochmal spannend geworden aber so war es einen totale Pleite.

Hervorzuheben ist in diesem Spiel leider niemand 😃 Auch mit der Behauptung, dass die zweite Halbzeit nur besser werden könne als die Erste lag unser Linksaußen falsch. In der Anfangszeit der zweiten Halbzeit stand es nach 10min 7:1 für Wegberg. Also nur ein Tor in 10min ist schon traurig und es ist sogar möglich, dass dieses eine Tor aus einem 7m resultierte. Abschließend kann man sagen, dass der Saisonauftakt leider in die Hose ging aber wir darauf gut aufbauen können, denn der Teamgeist war über das gesamte Spiel vorhanden 💪🏼👍🏼


Spielbericht VFL Borussia gegen ASV Rurtal

Konzentriert wurde das 1. Saisonspiel gegen die Landesligaabsteiger angegangen. Trotz der unnötigen Härte der Gastgeber wurde ein schönes Kombinationsspiel aufgezogen. Durch die intensive Abwehrarbeit und schnellem Spiel nach vorne wurde frühzeitig ein Vorsprung erzielt, der durchgehend ausgebaut und aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung nie in Gefahr war.

Zu hoffen ist, dass die Verletzung ohne gegnerische Einwirkung von Pia Heinrichs nicht schwerwiegend ist.
An dieser Stelle Gute Besserung !

Torschützen:
Joana Henßen (0), Caro Reuter (2), Stephanie Schmitz (4), Bettina Lambertz (5), Annika Zimmermanns (3), Sabrina Falatik (0), Rebekka Knuden (2), Lisa Faltig (1), Pia Heinrichs (0), Sarah Ternes (5), Jenny Peters (2), Michelle Gallois (0), Ayke Kunze (0)


If today was your last day…

Von Fabian Eickels  und Lukas vor dem Esche

Wie kann man über einen Abend schreiben, der alles bot, was man sich nur wünschen kann? Am besten gelingt dies wohl, wenn man die Ergebnisse chronologisch aufbereitet. Die Mannschaft selbst hatte sich etwas ganz Besonderes für die drei scheidenden Spieler, Yves Nolte, Tobias Kremer und Fabian Eickels, ausgedacht. So versammelte sich die gesamte Mannschaft  geschlossen vor den Zuschauern und rief die Spieler nach vorne. Bernd Schaffrath, der optische Vater von Rapper Nelly, hielt eine astreine Ansprache, die uns nochmal einen gehörigen Schub für das anstehende Spiel gab. Für die Ansprache und die Geschenke bedanken sich die Voluntärinvaliden ganz herzlich bei der Mannschaft. Manch einer sprach da schon von Bruderliebe, oder Stanislav Meschkorudni?

Das Spiel war dann von Anfang an hart umkämpft. Lank wollte den fünften Tabellenplatz nicht mehr abgeben. Wir hingegen hatten, bei richtiger Konstellation der anderen Spiele, noch die Chance auf den vierten Tabellenplatz. Lank hatte mehr von der Anfangsphase und ging mit 2:4 in Führung. Aber hier zeigte sich schon ein Faktor, der im weiteren Verlauf des Spiels entscheidend werden sollte. Wir kämpften um jeden Ball, warfen uns wiederholt zu Boden und zeigten einfach einen großen Kampf. Daraus resultierte dann auch der Führungswechsel auf 6:4. Das Spiel ging in die gewünschte Richtung und wir zeigten Lank, frei nach der deutschen Poetin Bianca Heincke, „how it is“. Beim 10:7 hatte wir dann die Chance die Fronten endgültig zu klären, agierten aber zu fahrig und verloren viele unnötige Bälle. Lank schlug in Person des Timo Werner Verschnitts auf der Mitte zurück und erzielte kurz vor Schluss der ersten Hälfte das 10:10. So ging es dann auch zum Pausenbier.

Norbert Borgmann hatte zur Pause aber keine Panik, dass wir das Spiel nicht gewinnen würden. Dafür spielten einige von uns noch nicht bei 100%. Besonders Yves Nolte wollte vorne noch mehr Akzente setzen. Hinten hingegen lief vieles richtig. Wir spielten hart aber fair. Das Philipp Schaffrath die linke gegnerische Seite im Griff hatte ist schon Alltag. Dass aber auch die rechte Angriffsseite des Gegners meist in Schach gehalten werden konnte, sorgte irgendwo in diesem Reichsbürgertum für Tränen bei Xavier Naidoo. Wichtig war hier auch, dass wir, wie auch der sehr faire Gegner aus Lank, noch keine 2-Minuten-Strafe bekommen hatten. Mit dem Härtelevel lagen beide Mannschaften demnach richtig.

Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Yves Nolte „on fire“. Das kurzzeitig fehlende spielerische Element der Mannschaft glich er mit seinen unnachahmlichen Angriffsaktionen aus. Letztlich hielten uns seine Aktionen im Spiel und brachten uns nach einem 14:15-Rückstand wieder auf 18:17 in Front. Die folgenden Minuten gehörten dann Ben Hellmich. Der gerade erst eingewechselte Linksaußen nahm bei seinen ersten beiden Ballkontakten all seinen Mut zusammen und war maßgeblich am 4:0-Lauf zum 22:17 beteiligt. Parallel zu uns in der ersten Hälfte zeigte nun auch Lank Schwächen in der Ballverarbeitung produzierte viele leichte Ballverluste. Dies freute besonders Fabian Eickels, der drei der letzten vier Tore erzielte. Dass man dafür auch mal vorne stehen bleiben kann entschuldigt ja wohl das Alter.

Letztlich hatten wir scheinbar die besseren Kraftreserven und einen Torhüter der wie im Wahn Ball um Ball hielt. Der Sieg war zwar am Ende mit 27:19 sehr deutlich, untergräbt aber ein bisschen die Leistung Lanks, die über 45 Minuten ein Unentschieden halten konnten. Norbert Borgmann war hochzufrieden, war aber Minuten nach dem Spiel von nur einer Frage getrieben. Wie kann man sieben Tage zuvor so einen uninspirierten Müll spielen und dann schon am nächsten Samstag eine Top-Leistung abliefern? Jeder Rurtaler kennt  die Antwort auf diese Frage, denn ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Dass es mit diesem Hopser am Ende sogar für Platz Vier in der Tabelle reicht, ist wahrlich eine Sensation. Quasi „12 Points go to … Rurtal“. Darauf können wir mächtig stolz sein, wissen aber auch, dass die nächste Saison wieder ganz anders laufen kann.

Es gab viele Spieler, die gestern einen starken Eindruck hinterließen. Karl Tetz und Andreas Heppner fanden wieder zur alten Form. Fabian Eickels hatte sich seine beste Saisonleistung für den letzten Spieltag aufgespart. Über all diesen stand am Ende der 64%-Mann Henrik Bürger, der die Gegner zur Verzweiflung trieb. Bestes Beispiel hierfür war seine Dreifachparade in der spielentscheidenden Phase. Da verzeiht man dem Man of the Match glatt sein Mädchengeschrei in der letzten Auszeit. Andis Goldstück gebührte natürlich dem hochbejährten Yves Nolte. Einen etwas zu hochgeratenen Pass tippte er über den heranstürmenden Gegner, fing den Ball dann im Sprung und schloss sehenswert ab.

Im Zuge dessen, dass die Saison jetzt vorbei ist, bedankt sich die Mannschaft bei all denen, die unseren Erfolg in der Saison überhaupt möglich gemacht haben. Danke an die Fans, die immer ordentlich Stimmung gemacht haben. Danke auch an die Bierverkäufer und Abkassierer Dominic Farin und Tolga Karaman. Weiterhin waren Stefan Wienen und Bernd Schaffrath in ihre Tätigkeiten als Zeitnehmer immer eine große. Auch bei „Uli“ aus der Pilsstube möchten wir uns bedanken. Sie nahm uns immer auf, ob Sieg oder Niederlage. Als Letztes gebührt aber dem Trainerpaar Norbert und Birgit Borgmann der größte Respekt. Die ganze Saison über haben sie uns bei Laune gehalten und immer ein super Training auf die Beine gestellt. Und klar muss man am Ende sagen: „Ja, Nobbi, du hattest ja Recht!“ Hiermit beziehen wir uns auf sein Saisonziel (Platz 3 – 8)

Am Ende heißt es dann auch für mich als Schreiberling Abschied zu nehmen. Denn mit dem Ende der aktiven Karriere schließt sich auch das Kapitel der Berichteschreiberei. Es war immer wichtig zu wissen, dass die Mannschaft mir da blind vertraute und immer ausuferndes Feedback gab. Auch Lukas vor dem Esche und davor Joachim Bagusche waren ganz entscheidend dafür, dass wir jede Woche einen Bericht abliefern konnten. Ich hoffe, dass ihr immer viel Spaß mit meinen Berichten hattet und dass jemand diese zeitintensive Bürde im nächsten Jahr auf sich nimmt.

Wir als Mannschaft bedanken uns rechtherzlich bei dir Fabian, denn auch hier gibt es keinen 2. der solch ein Talent in gleicher Weise ausfüllen kann, wie du!


Voll auf die Fresse gekriegt!

von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Über unsere Mannschaft wurde schon viel gesprochen. Auf die Frage, was unsere Stärken seien, hört man dann oft, dass wir immer voll auf das Tempo drücken und großen Kampf an den Tag legen. Doch was passiert, wenn diese beiden Faktoren völlig wegfallen. Diesem Szenario hat sich die Galileo-Redaktion unter der Leitung von Harro Füllgrabe einmal genähert und Erschreckendes festgestellt. Es geht überhaupt gar nichts! Zuvor hatte es immer äußerst knappe Spiele gegen den Rheydter SV gegeben. Im Hinspiel hatten wir das Glück noch auf unserer Seite. Doch gestern wäre eher ein Fall für Galileo Mystery gewesen.

Wie so häufig verschliefen wir, so würde es zumindest der Kenner Ben Hellmich formulieren, den Start. 4:1 legte Rheydt vor und wirkte euphorisiert. Wer uns kennt weiß, dass dies erst mal kein Problem ist. Erst letzte Woche legten wir nach schlechtem Start los wie die Feuerwehr. Doch gestern wollte es bei keinem so richtig zünden. Es ist halt schwer ein Tor zu erzielen, wenn man immer mitten auf den Torwart wirft. Glücklicherweise erzielte Andreas Heppner seine drei Tore direkt zu Beginn, sodass wir auf 4:3 verkürzen konnten. Aber das war es dann auch schon mit unserer Gegenwehr. Ein bisschen so wie ein Drittklässler, der in der Pause getreten wurde und nun an die Tafel muss. Kein leichtes Unterfangen.

Rheydt spielte groß auf und spazierte durch unsere Abwehr wie Luft durch einen offenen Hosenschlitz. Über 10:5 zogen sie auf 13:7 davon. Die Abwehr an sich war aber gar nicht das große Problem. Vielmehr warfen wir Bälle weg wie Felix Baumgartner Frauen und luden Rheydt zu einem gemütlichen Plausch in unsere Hälfte ein. Nur wenige Spieler stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Sebastian Wienen übernahm Verantwortung du warf sich nach jedem Ball. Er war auch dafür verantwortlich dafür, dass es zur Halbzeit nur 17:10 stand.

Norbert Borgmann konnte sich trotz des Pausenbieres von diesem Tiefschlag der ersten Hälfte nur schwer erholen. „Ihr spielt scheiße! Würde ich euch sagen ‚Geht in 50 Metern links‘, würdet ihr wahrscheinlich rechts gehen. Zeigt doch endlich mal, was ihr könnt“. Doch so komatös wie wir spielten, nutzten auch diese Worte nichts mehr. Es war wie verhext.

In der zweiten Hälfte schafften wir es dann tatsächlich noch schlechter zu spielen. Exemplarisch dafür stand dann ein Angriff in der 38. Minute. Aus Angst einen Fehler zu machen passten wir uns den Ball auf zwölf Metern zu. Ergebnis war ein Wurf aus zehn Metern, den der Torwart, sein Lachen verbergend, kurzerhand fing. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel mit 26:15 für Rheydt schon längst entschieden. Am Ende ging es nur noch darum zu verhindern, dass Rheydt doppelt so viele Tore hatte wie wir. Immerhin eine Sache, die wir schafften. Die 36:20-Niederlage geht letztlich auch in der Höhe völlig in Ordnung. Da waren sich alle einig.

Der Man of the Match ist dann recht einfach zu bestimmen. Sebastian Wienen machte jetzt auch nicht unbedingt ein riesen Spiel, aber zeigte eine durchweg engagierte Leistung und war, im Gegensatz zu vielen Mannschaftskollegen, stets bereit alles zu geben. An Andis Goldstück kann sich die Redaktion aufgrund eines Kopftreffers nicht mehr erinnern. Aber glauben sie uns. Sie haben nichts verpasst.

 

Nächste Woche beschließen wir dann die diesjährige Landesligasaison. Mit Fabian Eickels und Tobias Kremer verabschieden sich nach Yves Nolte  zwei weitere Spieler vom aktiven Handballgeschehen. Weniger als eine Last-Match-Performance à la Kobe Bryant wäre dabei eine herbe Enttäuschung. Für alle Bibifans und Slimani-Follower – hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=GCJM2p9WF94&t=554s. Um 20 Uhr ist Anpfiff gegen Treudeutsch Lank. Also kommt alle rum!


Ey Karl! Läuft. Bei. Dir!

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Vielerorts schallte es schon aus den Dächern, dass das gestrige Spiel „total bedeutungslos“ sei und es doch „um nichts mehr“ ginge. Nicht so in der internen Mannschaftsbesprechung. Wir wollten unser Saisonziel (Platz 3 bis 8) vorzeitig erreichen und konnten dies mit einem Sieg gegen den HSV Rheydt eintüten. Die Motivation war also trotz auslaufender Saison enorm hoch. Auch personell konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Durch sein gutes Training hatte es auch Sebastian Wienen in die Startformation gebracht. Hinten sollte Andreas Heppner, wie schon gegen St. Tönis, die Lücke schließen, die Yves Nolte durch seinen Rücktritt hinterlassen hatte.

Dass Rheydt eine Mannschaft aus Augenhöhe ist, bekamen wir von Beginn an zu spüren. Zu große Lücken boten Rheydt immer wieder die Chance durchzubrechen. Die Folge war ein 2:4, welches uns aber nicht aus der Ruhe bringen sollte. Über einen kleinen Turbosprint, den Karl Tetz gefühlt im Alleingang anzog, gingen wir mit 7:5 in Führung. Da hatte jemand wohl einen roten Pilz auf der Platte gefunden.

Sofort zog Rheydt die Notbremse und nahm das erste Time-Out. Diese Chance nutzte Norbert Borgmann und stellte unsere Abwehr um. Er hatte wohl gesehen, wie die Lücken zu stopfen waren. Und tatsächlich funktionierte seine neue Defensivtaktik sofort. Wir agierten viel aggressiver und klauten Rheydt einige Bälle. Auch Henrik Bürger war nun an seinem „Game“ angekommen. Letztlich zogen wir von 10:9 auf 15:9 davon und gingen euphorisiert in die Pause.

Das Pausenbier schmeckte demnach vorzüglich. Jedoch hob Norbert Borgmann, wie hätte es anders sein können, den mahnenden Zeigefinger. „Wenn wir eins können, dann eine hohe Führung innerhalb von fünf Minuten verspielen“. Recht hatte er, denn jeder Einzelne hätte genug Beispiele dafür anführen können. Es hieß also, dass Spiel schnell zu entscheiden und Rheydt die nächsten Minuten weit genug auf Abstand zu halten. Dass wir die geforderte Konstanz genauso umsetzten, so resümierte Norbert  Borgmann in seiner Ansprache nach dem Spiel, war die große Stärke und das entscheidende Moment an diesem Abend.

So ließen wir in der zweiten Halbzeit nicht einen Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen würde. Angeführt von Stanislav Meschkorudni und Karl Tetz zogen wir auf 22:14 davon und sorgten für große Zufriedenheit beim Trainer. Dieser regte sich zwar bei jedem schlecht gespielten Pass immer noch so auf, wie als hätte man ihm seinen Minitraktor geklaut. Jedoch wusste er sich auch zu verbeugen, wenn ein Risikopass doch mal den Weg zum Mitspieler fand. Wie ein Kleinkind also.

Letztendlich konnte Rheydt nicht zu ihren Stärken finden. Dass sie uns an einem guten Tag schlagen können steht außer Frage. Gestern jedoch, fuhren wir einen verdienten 31:25-Sieg ein und nutzten die Möglichkeit diesen angemessen zu begießen. Dass es dann noch mit Ben Hellmich ein Geburtstagskind gab, hob die Stimmung auf ein ganz neues Level.

Neben der zuvor genannten Konstanz war es bemerkenswert, dass viele Spieler heute eine gute Form zeigten. Auf der rechten Seite boten Philipp Schaffrath und Fabian Eickels eine überzeugende Leistung. Zudem  waren es unsere Torhüter, Henrik Bürger und auch Lukas vor dem Esche, die eine super Leistung im Tor zeigten. Außerdem zeigte Stanislav Meschkorudni großartige Teamplayerfertigkeiten. Die von ihm aufgerissenen Lücken wusste unser Man of the Match, Karl Tetz,  in großartiger Weise zu nutzen. Gerade in der ersten Hälfte schaltete unser Metal Mario einen Gang höher als alle anderen. Aus brenzligen Situationen wusste er immer einen Ausweg und war mit seinen neun Toren der Topscorer. Für das optische Highlight in Form von Andis Goldstück sorgte Stanislav Meschkorudni, der einen Abpraller noch im Sprung mit einem überraschenden Heber abschloss und die Halle zum Toben brachte.

Als Sieger ist es immer recht einfach gute Worte über den Schiedsrichter zu verlieren. Aber auch im gemeinsamen Austausch mit dem Gegner wurde deutlich, dass Günter Knippert eine astreine Leistung zeigte. Gerade wenn man bedenkt, dass er das Spiel alleine leitete, ist ihm dies umso höher anzurechnen.

Zwei Spiele gilt es für uns noch zu bestreiten. Unser Ziel sollte es sein, beide Spiele zu gewinnen, um noch auf Platz 5 oder sogar Platz 4 zu springen. Die erste Aufgabe wartet am nächsten Samstag auf uns. Hier wartet dann der Rheydter SV auf uns. Nach dem Sieg gegen St. Tönis ist Rheydt sicherlich euphorisiert und nicht zu unterschätzen. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Realschulstraße 10 in Mönchengladbach.


Kraftakt ohne Belohnung?

Von Lukas vor dem Esche

Hinspiel in St. Tönis?! – „puh… ne danke… lieber nicht dran denken“ Dies war wohl der Gedanke eines jeden, welcher gestern auf der Platte stand. Nicht nur auf Grund des Hinspiels hatten wir einiges gut zu machen, sondern auch nach der Auswärtspleite in Kempen wollten wir wohl nicht nur unserem Trainer zeigen, dass auch wir Handball spielen konnten und zurecht im Mittelfeld stehen.

Personell gab es dieses Mal keinen breiten Kader. Fabian Eickels, Yves Nolte & Ben Hellmich standen beim Spitzenspiel nicht zur Verfügung. Jedoch war dies keinerlei hinderlich für unsere Motivation. Jeder einzelne hatte richtig Lust mal ordentlich Gas zu geben. St. Tönis erwischte zwar einen besseren Start und führte mit 1:4, aber anstatt den Kopf hängen zu lassen nahmen wir den Kampf an und glichen in der 10. Minute zum 4:4 aus. Dies schockte wohl auch St. Tönis und sie zogen direkt die erste Auszeit. Norbert Borgmann war zufrieden mit unserer Einstellung, jedoch mussten wir vorne unsere Chancenverwertung besser gestalten und den Angriff weiterhin ruhig aufbauen um somit das Spiel offen zu gestalten. Gesagt getan. Wer hätte das Gedacht. Vorne angeführt von einem stark agierenden Karl Tetz, spielten wir Konzept für Konzept und waren somit weiterhin in Schlagweite. Zwar ging der Tabellenprimus weiterhin in Führung, Eine kompakte Abwehr jedoch in der Andreas Heppner und Philipp Schaffrath für die nötige Stabilität sorgten hielt St. Tönis davon ab den Vorsprung komfortabel zu gestalten. Ein 11:14 zur Halbzeit war ein fast schon gelungenes Ergebnis.

Zur Pause gab es weiter Motivation von unserem Trainer. Die Marschrichtung war auch klar. „Wenn wir vorne die Dinger machen, dann würde es mindestens unentschieden stehen“ So Norbert Borgmann. „Spielt weiterhin die Auslösehandlungen und nutzt eure Chancen und geht durch die Lücken“

Ohne eine personelle Veränderung gingen wir in den 2. Spielabschnitt. Über sichere Abschlüsse  sowohl aus dem Spiel heraus (14:16) als auch durch Andreas Heppner vom Punkt kamen wir immer auf 2 Tore heran (16:18). Doch nun drehte auch St. Tönis nochmal auf und zog mit einem 5 Tore Vorsprung nochmal auf 17:22 davon. Wer jetzt denkt, dass dies der Genickbruch war, der verschätzt sich gehörig. Nach einem kurzen Time-Out unsererseits pushten wir uns nochmal gehörig und setzten Tönis unter Druck. Stanislav Meschkorudni zeigte seine gewohnte 1 gegen 1 Stärke und auch Justus Schaffrath, welcher trotz Verletzung nur Reservist sein wollte, brachten uns wieder heran. Die letzten 5 Minuten der Partie gehörten definitiv uns und wir schmissen nochmal alles nach vorne. Nach dem 22:27 belohnten wir uns selbst mit einer 4-Tore-Folge in welcher Mike Borgmann mit der Schlusssirene den Treffer zum 26:27 erzielte.

Bitter?!…. nicht! Mit solch einem Spiel hatte nun keiner gerechnet und wir alle verließen nicht gerade traurig das Feld. Selbstverständlich hätten wir gerne einen Punkt mitgenommen, jedoch haben wir uns über 60 Minuten nie aufgegeben und haben zu jederzeit Kampf und Einsatzwille gezeigt und jedem bewiesen wieso wir dort stehen wo wir stehen!

Bei der Wahl zum Man of the Match konnte die Redaktion nur einen Gewinner ermitteln. Das gesamte Team! Konzentration und Kampfgeist haben immer gestimmt und somit das ganze Spiel geprägt. Mit dieser Erfahrung belohnten wir uns zurecht! In der Kategorie Andi’s Goldstück gab es eine ansehnliche Szene: Eine schön herausgespielte Chance von Tönis machte Henrik Bürger mit einer Parade zunichte. Der Ball flog nach außen zu Karl Tetz welcher sich direkt umdrehte und den Ball vom Kreis über das gesamte Spielfeld und über den Torwart hinweg ins Tor warf. Ein klasse Treffer, welcher die Halle zum Beben brachte!

Nächste Woche ist erstmal Eier-Suchen angesagt. Die Feiertage kommen dem ein oder anderen vielleicht sogar entgegen, sodass man danach mit voller Kraft in die letzten 3 Spiele gehen kann. Das erste ist am 29.04.2017 in der heimischen Callstraße zur gewohnten Zeit um 20 Uhr gegen de HSV Rheydt. Wir freuen uns wieder auf zahlreiche Unterstützung.


Leckomio

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Es gäbe wahrscheinlich viele Umschreibungen, Metaphern, Allegorien und Vergleiche, die man auf das gestrige Spiel gegen den Tabellenzehnten aus Kempen anwenden könnte. Letztendlich fehlt dafür aber die Motivation. Deswegen halten wir es ganz simpel und sprechen einfach von einer Katastrophe. So beschrieb es auch Norbert Borgmann nach dem Spiel. Er konnte es einfach nicht fassen, dass man sich von so einem Gegner so abkochen lassen konnte. Aber alles auf Anfang.

Personell waren wir gut besetzt, mussten nur in er Defensive Yves Nolte ersetzten. Im Spiel nach vorne waren wir gut aufgestellt und zeigten uns vor dem Spiel durchaus selbstbewusst. Dies sollte sich aber relativ schnell erledigen, erwischten wir einen unglaublich schlechten Start. Kempen nutzte unsere Lücken und wir produzierten haarsträubende Pass- und Fangfehler. Ein ernüchterndes 7:2 war die Folge. Doch nichts, was Norbert Borgmann versuchte, trug auch nur irgendwie Früchte. Beim 11:5 zog er die Notbremse und nahm früh das erste Time-Out. Menschen mit einer ausgeprägten Phonophobie wussten gleich, dass sie dem Trainer da auf Abstand gehen mussten. Man könnte auch von einem gepflegten Einlauf sprechen, der uns da präsentiert wurde. Zwar änderte das nicht viel an unserem Spielerischen, jedoch zeigten wir endlich mal Kampf und konnten streckenweise auf drei Tore herankommen (15:12). Stanislav Meschkorudni ging in dieser Phase voran und versuchte den Schaden in Grenzen zu halten.  Zur Halbzeit lagen wir dann mit 18:14 hinten. Nach letzter Woche kein Grund zur Panik.

Und vielleicht war das genau das Problem. Zwar gab Norbert Borgmann natürlich die richtigen Maßgaben vor und stellte uns auf einen großen Kampf ein. Leider kam das wohl bei vielen nicht richtig an. Vielmehr herrschte die Meinung: „Das schaffen wir schon noch. Gegen Straelen hat das ja auch noch gereicht und da lagen wir mit Fünf zurück.“ Wir verließen uns also irgendwie auf den gewohnten Lauf der Dinge. Dieser Hochmut sollte uns dann zum Verhängnis werden.

Die zweite Halbzeit war dann ein Spiegel der ersten. Insgesamt zeigten wir auch hier auf der einen Seite wieder fünf gute Minuten. Auf der anderen Seite zeigten wir aber auch wieder 25 Minuten, die es nicht einmal in den Director’s Cut von Rocky V geschafft hätten. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen. Dass wir an einem guten Tag die bessere Mannschaft sind und Kempen schlagen müssen, war allen klar, dass uns Kempen aber so sehr aus der eigenen Halle fegt, war ein Armutszeugnis für einen gebrauchten Samstag. Demnach lohnt es auch nicht, nach besonders schönen Toren oder nach dem besten Spieler zu suchen. Beides konnte man einfach nicht finden. So ging das Spiel am Ende völlig zu Recht mit 31:23 an Kempen.

Ärgerlich war dies besonders für die mitgereisten Zuschauer. So ließ eine hier nicht näher genannte Spielerfrau ihrem Frust freien Lauf: „Brauchen wir nicht drüber reden. Hat sich nicht gelohnt mitzufahren!“ Die gesamte Mannschaft entschuldigt sich bei den mitgereisten Zuschauern und übernimmt für diese die Kosten des nächsten Heimbesuchs, inklusive eines Freigetränks und einer Packung Prinzen-Rolle.

Völlig zu Recht wird die nächste Trainingswoche eine unangenehme. Hier heißt es, dem Trainer zu zeigen, dass wir in den letzten Spielen noch einmal alles geben wollen. Am nächsten Samstag, 08.04.2017, um 20 Uhr ist dann der Tabellenprimus aus Tönis zu Gast. Hier haben wir aus dem Hinspiel noch einiges gut zu machen. Trotz des schlechten Spiels in Kempen, hoffen wir weiter auf die Unterstützung unserer treuen Fans.


Sowas denkt sich doch keiner aus

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Ganz in der Tradition von Charakteren wie Dr. Jekyll und Mr. Hide, Two-Face aus dem DC-Universum oder dem Phantom aus „Phantom der Oper“, zeigten wir im gestrigen Landesligaknaller zwei Gesichter. Nach dem desaströsen Hinspiel hatten wir viel wieder gut zu machen. Auch stand die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes auf der Tagesordnung. Personell mussten wir nur auf Justus Schaffrath verzichten. Dieser hatte wohl nach letzter Woche zu wenig Likes bekommen und konnte seine Verletzung so nicht rechtzeitig auskurieren.

Leider konnte Straelen in der Anfangsphase an das Hinspiel anknüpfen und nahm uns quasi auseinander. Mit 1:5 waren die Weichen auf eine Niederlage gestellt. Erst jetzt wachten wir auf und schlossen schöne Kombinationen erfolgreich ab. Mit 5:6 waren wir nun endlich im Spiel. Wären die vielen individuellen Fehler nicht gewesen, wäre das Spiel in der Folge auch knapp geblieben. Jedoch reihte sich Fehler an Fehler und Straelen zog auf 7:12 weg. Auf der Bank sprach man schon von einem komischen Spiel. Es fehlte etwas die Körpersprache und Fehler des Gegners wurden durch überhastetes Spiel nicht genutzt. So war es klar, dass Straelen mit 13:18 in die Pause ging.

Beim Pausenbier herrschte dennoch Aufbruchsstimmung. Denn wir waren keineswegs viel schlechter als der Gegner. Vielmehr konnte der Grund für den Rückstand auf drei simple Ursachen heruntergebrochen werden. Zum einen hatten nahmen die Fangfehler ein nicht mehr zu akzeptierendes Maß an. Zudem stand die offensive Abwehr extrem wackelig und gewährte dem Gegner viel Raum. Am Ende waren dann unsere Torhüter die Dummen. Freie Bälle ließen ihnen oft wenige Chancen zu Paraden. Doch Norbert Borgmann war trotzdem optimistisch. Denn erstens sind fünf Tore nicht viel und außerdem  waren wir ganz alleine Schuld am Rückstand. Letztlich schwörte er uns noch einmal auf die zweite Halbzeit ein. Hier sollten wir unsere große Stärke, den Kampf, noch einmal ausspielen. Außerdem stellte er die Abwehr um und sorgte so für den nötigen Kniff im Spiel.

Oft sind Veränderungen im Spiel schwer zu erklären. Wie kommt es, dass eine Mannschaft einen Katastrophenhandball spielt und auf einmal ein völlig anderes Gesicht zeigt. Bei unserer Mannschaft ist die Einstellung wohl ein entscheidender Faktor. Nach dem Dämpfer (13:19) zu Beginn legten wir einen Lauf hin, der Straelen keinen Platz mehr zur Entfaltung ließ. Über sichere Abschlüsse bei den Siebenmetern, warf uns Andreas Heppner zum umjubelten 21:21.

Und auch Henrik Bürger im Tor, der in der ersten Halbzeit noch einem süßen Glumanda glich, entwickelte sich im Spielverlauf zu einem furchteinflößenden Glurak und hielt Ball um Ball. Doch auch Straelen gab das Spiel noch nicht verloren. Für kurze Zeit hatten sie wieder die Oberhand im Spiel und gingen kurz vor Schluss mit 22:24 in Führung.  In den letzten drei Minuten zeigten wir dann die wahrscheinlich beste Defensivleistung in der Saison und hielten Straelen weit vom Tor weg. Vorne konnten wir durch klasse Einzelleistungen von Yves Nolte und Stanislav Meschkorudni zu Toren kommen und glichen das Spiel 90 Sekunden vor Schluss aus.

 

Der folgende Angriff war für einen Spieler dann ein ganz besonderer. Sebastian Wienen, im Verlauf der Saison nicht mit viel Spielzeit gesegnet, bekam in der Schlussphase das Vertrauen des Trainers. Einen gefährlich gespielten Pass bekam er unter höchstem Druck zu fassen und schloss sicher ab. Somit sicherte er zumindest mal das Unentschieden und sollte am Ende einer der umjubelten Helden sein. Straelen konnte den nächsten Angriff nicht erfolgreich abschließen und so bot sich die Chance den Sack zuzumachen. 26 Sekunden vor Schluss nahm Norbert Borgmann die so wichtige und im Endeffekt urkomische Auszeit. Nachdem alle durcheinander sprachen, sorgte Yves Nolte für Ruhe und sprach seine, in die Annalen des ASVs eingehenden, Worte: „Wir machen das ganz einfach. Ihr gebt mir den Ball, ich geh in die Abwehr, die packen mich nicht an, ich mach das Ding rein und bin der Held. Ende!“ Klar, dass die Mannschaft dem Oldtimer glaubte. Der Ball ging zu ihm, er ging in die Abwehr und produzierte prompt ein Stürmerfoul. Was für 1 Hochstapler, vong sein Aussage her!

Henrik Bürger hielt dann zum Glück den letzten Ball und wir konnten mit der Schlusssirene das 26:24 erzielen. Henrik Bürger war es auch, der das Spiel im Laufe der zweiten Halbzeit für uns entschied. Mit einer Quote jenseits der 50% war er der einzige, der Man of the Match werden konnte. Bei der Wahl zu Andis Goldstück muss sich die Redaktion ausnahmsweise selbst mal erwähnen. Fabian Eickels sprang von Rechtsaußen in den Kreis, wurde am Arm gezogen und drehte sich vom Tor weg. Mit einem Rückhandwurf traf er im Fallen. „Und das in [seinem] Alter“ (Dominic Farin). Einen super Eindruck hinterließen auch Andreas Heppner mit seinen Siebenmetern und Philipp Schaffrath, der gerade im Umschaltspiel für Furore sorgte. Am Ende steht ein Sieg gegen einen starken Gegner. Dass das Spiel auch ganz anders hätte ausgehen können, war nach dem Halbzeitergebnis sowieso klar.

Nächste Woche geht es dann zum VT Kempen. Hier heißt es, den nächsten Sieg einzufahren. Anpfiff ist am 01.04.2017 um 17:15 Uhr. Wir freuen uns wie immer über jegliche Unterstützung. Beten ist auch erlaubt. Besser wäre es jedoch, einfach mitzufahren.


Siegesserie verbieselt

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Yves Nolte hatte, trotz des abgesagten Spiels letzte Woche, zumindest seine Auswärtsschuhe an den Nagel gehängt. Nur noch im nächsten Spiel wird er noch einmal mit von der Partie sein. Insofern mussten wir an zentralen Stellen im Angriff und in der Abwehr Umbaumaßnahmen einleiten. Ansonsten war der Kader gut gefüllt und auch Mike Borgmann war nach Verletzungspause wieder mit von der Partie. Biesel hatte, das Spiel gegen den Tabellenprimus St. Tönis mal ausgenommen, eine beeindruckende Siegesserie hinter sich und hatte sich bis auf Platz Drei vorgearbeitet.

Insofern war Biesel auf dem Papier der Favorit auf den Sieg, unabhängig davon, dass wir sie im Hinspiel in die Schranken weisen konnten. Wir kamen durchaus solide ins Spiel und konnten die Anfangsphase noch ausgeglichen gestalten (3:3). Jedoch sah man auch hier schon, dass wir durch die Umstellungen verunsichert waren. Während Biesel spielerisch zu Toren kann, erzielten wir unsere Tore aus Zufallskombinationen oder Strafwürfen. Diese spielerische Überlegenheit nutzte Biesel aus und zog auf 6:3 davon. In der Folge kamen wir dann besser ins Spiel und konnten das Spiel beim 7:7 wieder ausgleichen.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir zeitweise sogar die Überhand hatten. Beim Stand von 10:11 verballerten wir leider Chance um Chance und konnten uns kein Polster erarbeiten. Biesel, hingegen, nutzte unsere Fehler in der Defensive konsequent aus und legte zur Pause ein für sie beruhigendes 16:13 vor. Aus unserer Sicht hätte das nicht sein müssen, denn unterlegen waren wir nicht unbedingt.

Auch Norbert Borgmann stieß in die gleiche Kerbe. Wenn wir unsere Chancen konsequenter nutzen würden, ginge hier noch etwas. Viel zu oft verließen wir uns auf unseren Spielmacher Stanislav Meschkorudni. Zwar spielte er eine richtig gute Partie in der ersten Halbzeit, jedoch war er oft alleine auf weiter Flur. Da muss von seinen Mitstreitern mehr kommen. Doch auch die Defensive ließ noch Raum für Verbesserungen. Oft agierten wir zu passiv. Exemplarisch dafür stehen einige Szenen, in denen wir die Chance hatten, den Ball abzufangen. Doch wie so oft kamen wir einen Schritt zu spät und Biesel nutzte die entstandenen Lücken.

Bevor sich bei uns so etwas wie Hoffnung breit machen konnte, machte Biesel ganz früh in der zweiten Halbzeit den Deckel auf das Spiel. 22:15 hieß das Zwischenergebnis nach 40 Minuten und stellte uns vor eine schier unlösbare Aufgabe. Wer jetzt denkt, dass die Luft aus dem Spiel schon raus war, der hat nur rudimentäre physikalische Kenntnisse. Denn auch wir verbesserten unser Spiel und wirkten nun zielstrebiger. So kam noch einmal Spannung auf als wir von 29:22 auf 29:25 verkürzten. Diese Serie schien Biesel zu beeindrucken und ihr Offensivbollwerk bröckelte. Aber um das Spiel noch einmal auszugleichen fehlte uns gestern einfach die Konstanz.

Biesel fand genau rechtzeitig das Gaspedal und erzielte einfache Tore. Letztlich hatten wir nach der zweiten Halbzeit gestern nicht viel zu melden. Biesel war durch ihre letzten Spiele einfach viel gefestigter und ließ sich nicht aus der Fassung bringen. So ging das Spiel verdient mit 33:27 an Biesel. Für uns ist die Niederlage zwar ärgerlich aber noch längst kein Beinbruch, da wir mit 20 Punkten gut dastehen.

Es gab also viel Schatten, jedoch auch einige Lichtblicke. So zeigte sich Langarmträger Justus Schaffrath wieder mal in alter Form und wirbelte vorne in seiner Einsatzzeit. Höhepunkt war sein zweiter Treffer, bei dem er allen physikalischen Gesetzen trotzte und förmlich um seinen Gegner herumwirbelte und sehenswert abschloss. Klar, dass dieser Treffer Andreas Heppner begeisterte und er es im Reflexionsgespräch zu Andis Goldstück machte. Leider verletzte er sich bei eben dieser Aktion. Ein „Like“ bei Facebook steht für ein „Gute Besserung“. Wer den Beitrag dann noch teilt, nimmt aktiv am Heilungsprozess teil. Hierfür muss der Beitrag aber 20-mal geteilt werden. Die Redaktion drückt die Daumen. Großer Ankerpunkt war natürlich auch Stanislav Meschkorudni, der uns in der ersten Hälfte fast alleine im Spiel hielt. Wieder einmal verkörperte er die geballte Spielfreude. Für Norbert Borgmann war er damit selbstverständlich der Man of the Match.

In der nächsten Woche kommt es zu einem ganz besonderen Schmankerl. Gegen Straelen gerieten wir in der Hinrunde gehörig unter die Räder. Mal sehen, ob wir den Spieß dieses Mal umdrehen können. An dieser Stelle erfolgt wieder einmal der Hinweis auf das letzte Spiel des Helden unserer Kindheit Yves Nolte. Jetzt soll es aber wirklich das letzte Spiel sein. Wer es glaubt!


Grüße an die Herrenmannschaft oder auch Beckrath 2.0 – Rückrunde

Gut bestückt mit unseren Jungs – 13 an der Zahl – sind wir in Wickrath eingetroffen. Für genügend Kaffee und Proviant hatten unsere tollen Eltern gesorgt. Es konnte also nichts mehr schiefgehen.
Wie erwartet, hatten sich die Gegner sehr gut auf unsere Jungs vorbereitet. So taten wir uns am Anfang etwas schwer. Die Anspannung unter den Jungs war deutlich zu spüren – aber nach und nach lockerten sie etwas auf. Mit einer starken Abwehr versuchten wir so viele Tore wie möglich zu verhindern und gleichzeitig im Angriff genügenden Abstand zum Gegner zu gewinnen.

Nach und nach merkten wir, dass die Aufstellung nicht ganz optimal war.
Die Gegner fixierten sich ganz deutlich auf Florian und die Mannschaft versuchte alles, um die Gegner von ihm abzulenken. In diesem Punkt waren wir doch deutlich im Vorteil, da die meisten Freiwürfe gut ausgeführt wurden (Von diesen gab es massenweise im „richtigen“ Moment).

Der Beckrather Mannschaft ist anzuerkennen, dass sie meistens sichere Pässe und ein sehr gutes 1 zu 1 Angriff Verhalten hatten. Auch die Schnelligkeit ihrer Außenspieler war nicht zu unterschätzen.
Also versuchten unsere Jungs die Gegner in der Abwehr zu verunsichern und im Angriff schnell durchzukommen. Als wir dann 5 Tore Vorsprung hatten, änderte sich leider die neutrale Solidarität des pädagogischen Pfeifens vom Schiedsrichter. Zwar kamen die Gegner in der ersten Halbzeit mit 2 Toren an uns heran, aber unsere Jungs ließen sich nicht aus dem Konzept bringen.
Ergo: Wie selbstverständlich hagelte es Verwarnungen und 2 Minuten in unserer Mannschaft wie Kamelle im Karneval.
In Begleitung von bekannten „freundlichen“ Zurufen der Eltern und Verantwortlichen auf Beckrather Seite, wechselten wir unsere 2-Minuten-Jungs gegenseitig aus. Ein Hoch auf die Handballregeln, die in der D Jugend noch erlauben aufzustocken.

Wir drei Trainer haben aber erfolgreich den Überblick behalten.
In der zweiten Halbzeit änderten wir die Aufstellung, um die Schwachstellen zu stopfen und im Angriff schnellere Möglichkeiten zu haben.
Die Gegner änderten ebenfalls Ihre Aufstellung, indem sie den Versuch starteten entgegen der Handballregeln der D-Jugend, auf Einzelmanndeckung bei einem unserer Spieler zu gehen.
Nach mehreren lauten und freundlichen Hinweisen meinerseits, an dem nun mittlerweile adversus solidaren Schiedsrichter, der anscheinend auch nach dem wiederholten Mal die Einzelmanndeckung nicht bemerkt hatte (ein Schiedsrichter ist auch nur ein Mensch), wurde dem Gegner die Verwarnung ausgesprochen. Na also…. geht doch.
In dieser Spielphase war das Ein-Team-Verhalten unserer Jungs sehr schön anzusehen.
Trotz der angespannten Situation und den bekannten erschwerten Bedingungen als Gastverein in Beckrath, hielten sie zusammen wie Pech und Schwefel. So wurde dieses auch mit Toren von mehreren Torschützen unseres Teams belohnt. Beeindruckend war, wie jeder von unseren Jungs gekämpft hat. In der Abwehr haben ausnahmslos ALLE alles gegeben, um dem Gegner die Torchancen zu nehmen.

Trotz des gut herausgearbeiteten Abstandes wussten wir, das Ding haben wir noch nicht im Kasten. Dank einer erneut sinnlosen 2- Minuten Strafe auf unserer Seite, bekam der Gegner noch einmal die Chance aufzuholen.
Diese nette Geste quittierten wir dann mit weiteren Toren.
Es blieb spannend bis zum Schluss. Mit einem Stand von 22:20 im Vorsprung zählten wir die letzten 10 Sekunden runter bis….. wir dann für 1 Sekunde den Atem anhielten.
In diesem Spiel hat Florian vermutlich das Tor der Saison, (auf jeden Fall in unserer D-Jugend) geworfen. In der letzten Sekunde vor Spielschluss warf er den Ball noch weit vor der Mittellinie – in unserem Abwehrraum stehend – und dankte mit einem ca. 20m (gefühlte 30m) weit geworfenen letzten Tor für das faire und absolut retrosoziale Verhalten der Gegner.

Freundlich verabschiedeten wir uns mit einem nunmehr 23:20 Sieg nach Hause.
Nach diesem Spiel wird mir persönlich die Bedeutung von fairen und sozialen Verhalten immer deutlicher. Als Trainer ist es nicht nur unsere Aufgabe sondern unsere Pflicht, den Kindern beizubringen, dass einem Gegner im Spiel mit Respekt und Würde zu begegnen ist – (und das unparteiische Schiedsrichter auch nur Menschen sind). Im Handballspiel passieren nun mal Dinge, wie ein falscher Griff, zu sehr gezerrt oder sonstige Fehlgriffe. Hin – und wieder stürzt auch ein Spieler deswegen – und eine Entschuldigung hat noch niemanden das Rückgrat gebrochen. Bemerkenswert finde ich auch, wenn unsere Jungs aus dem Trainerteam der gegnerischen Mannschaft mit verbalen Sprüchen und niveaulosen Bemerkungen während und nach dem Spiel abgestraft werden und gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass es nur ein D-Jugend Handballspiel ist…
In dem Sinne einen Gruß an unsere Herrenmannschaft (viel Spaß beim nächsten Spiel gegen Beckrath)
Wie aus den Reihen des Beckrather Teams zu hören war, ist unsere Jungs D-Jugend Mannschaft genauso Asozial, wie man es auch in der Vergangenheit von den Herren des ASV Rurtal gewohnt war.

Sportliche Grüße
Tuna Yildiz -Schidlack


In den Urin getrieben

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Nach dem grausigen Hinspiel in eigener Halle hatten wir gegen Oppum einiges wieder gut zu machen. Trotz Überlegenheit mussten wir damals Sekunden vor Schluss den Siegtreffer Oppums schlucken. Dies sollte im gestrigen Spiel alles anders werden. Personell mussten wir auf Mike Borgmann und Justus Schaffrath verzichten. Jedoch war Fabian Eickels wieder mit an Bord. Die Vorgabe für das Spiel war eigentlich wie immer die gleiche. Über eine gute Defensive wollten wir effiziente Angriffe einleiten.

Unsere gewohnt aggressive Deckung ließ zu Beginn nichts zu und wies Oppum erst mal in die Schranken. Vorne konnten wir die ersten Abschlüsse verbuchen und führten mit 0:3. Doch mit laufender Spielzeit kam auch Oppum ins Spiel und verkürzte auf 4:6. In dieser Phase des Spiels verpassten wir es vor allem im Umschaltspiel einfache Tore zu erzielen. Viel zu viele Pässe wurden in den buchstäblich leeren Raum gespielt. Aber zum Glück hielt Henrik Bürger einige Bälle fest. So kam Oppum maximal auf zwei Tore heran. Beim 9:11-Zwischenstand schalteten wir dann einen Gang höher und spielten endlich wieder unsere oft vermisste Effizienz aus. Aber was heißt hier WIR! Besonders Stanislav Meschkorudni (geschrieben, so wie man es spricht) und Yves Nolte wirbelten vorne wie tasmanische Teufel. Fast jeder Wurf der Beiden war ein Treffer. Mit dem Momentum auf unserer Seite zogen wir bis zur Halbzeit auf 13:20 weg.

Beim Pausenbier stand allgemeine Zufriedenheit in unsere Gesichter geschrieben. Eine ganz gefährliche Situation, wie wir aus zahlreichen Spielen nur allzu gut wissen. Neben Lob konzentrierte sich Norbert Borgmann in seiner Ansprache auf die zu verbessernden Dinge. Neben den schon erwähnten schwachen Tempogegenstoßpässen bemängelte er vor allem die fehlende Bereitschaft, sich auf abprallende Bälle zu schmeißen. Aber klar, wer holt sich schon gerne Wunden ab. Sieht ja auch nicht gut aus. Inhaltlich ist der Rest seiner Ansprache ein alter Aufguss. Natürlich sollten wir das Spiel sofort für uns entscheiden. „Wir nehmen denen direkt den Ball ab und ziehen auf Acht weg. Dann sind die direkt gefrustet!“.

Gesagt, getan. Nach zehn Sekunden fiel dem sichtlich überraschten Fabian Eickels der Ball in die Hände. Der Angriff wurde eingeleitet und das nächste Tor erzielt. Norbert Borgmann sollte Recht behalten. In den Folgeminuten schien Oppum förmlich auseinanderzubrechen. Über unser Tempospiel, in dem auf einmal alles klappte, erhöhten wir auf 15:28 und entschieden das Spiel früh für uns. Dass das Ergebnis nicht wirklich Oppums Können widerspiegelte, versteht sich von selbst. Nicht umsonst hatten sie schon 13 Punkte gesammelt. Doch der psychologische Vorteil durch die ersten Minuten der zweiten Hälfte wog letztlich zu schwer. So erholte sich Oppum nicht mehr und musste sich letztlich mit 25:35 geschlagen geben. Uns gab das hohe Ergebnis noch einmal die Chance, alle Spieler einzusetzen und im Angriff einiges auszuprobieren. Der Sieg war schlussendlich auch in der Höhe verdient und ist ein weiterer großer Schritt in Richtung vorzeitigem Klassenerhalt. Zudem konnte sich Tobias Kremer wohl kein schöneres Geburtstagsgeschenk vorstellen.

Andis Goldstück kam dieses Mal vom brilliant aufgelegten Yves Nolte. Am Kreis machte ihn sein Gegenspieler fest. Ein Moment, in dem mittlerweile alle Mitspieler wissen, was passiert. Sein No-Look-Rückhandwurf schlug hinter dem verblüfften Torhüter ein. Ein typischer Nolte also. Beim Man of the Match ließ Norbert Borgmann Worten Taten folgen. Nach dem Spiel bilanzierte er, dass wir das Spiel in der Defensive gewannen. Demnach entschied er sich für Philipp Schaffrath, der in der Defensive groß aufspielte. Er gab nie einen Ball verloren und strahlte eine große körperliche Präsenz aus.

Nächsten Samstag, am 11.03.2017 um 20 Uhr, geht es dann gegen den TV Anrath. Mit viel Wut im Bauch werden die Gäste anreisen, wenn man sich die letzten Ergebnisse der Anrather so anschaut. Hier heißt es Obacht! Für alle Interessierten am Spielt: Insider munkeln, dass dies das letzte Spiel von Yves Nolte werden könnte. Die letzte Möglichkeit also, das Handballfossil in Aktion zu sehen.

 


Sieg vor voller Südtribüne

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Von einigen Spielern als das wichtigste Spiel der Rückrunde tituliert, standen wir im gestrigen Spiel gegen den ASV Süchteln gehörig unter Druck. Mit 14 Punkten war die Tabellensituation zwar durchaus beruhigend, aber die Mannschaften aus der Gefahrenzone kamen in letzter Zeit vermehrt zu Punkten. „Sich Luft nach unten verschaffen“ war also die Hauptaufgabe gegen einen ambitionierten Gegner aus Süchteln. Nach spielerisch eher mauer Kunst musste endlich mal wieder ein Ruck durch die Mannschaft gehen.

Dies versuchten wir von Anfang an umzusetzen und agierten vor allem in der Defensive in unserer gewohnt aggressiven Manier. Schon im Hinspiel konnten wir Süchteln so den Zahn ziehen. Doch Süchteln schien besser vorbereitet und hatte keineswegs die Flatter. Zwar erarbeiteten wir uns eine 6:4-Führung, doch wusste Süchteln immer wieder zurückzuschlagen. Trotz starker Leistungen von Yves Nolte und Cedric Borgmann gestaltete sich die Anfangsphase demnach ausgeglichen. Einfache Fehler und eine dürftige Torwartleistung resultierten in einem 11:11 nach 20 Minuten. Angeführt vom starken Marcel Schoeppe wendete sich das Blatt zu Gunsten von Süchteln. Er war als Spielmacher der entscheidende Faktor im Süchtelner Spiel. Zudem schien uns im Angriff ein wenig die Power zu fehlen, die wir in der Defensive ausstrahlten. Mit dem Halbzeitpfiff schloss Süchteln noch zum 14:15 ab und ergatterte so das Momentum.

Beim Pausenbier war unser Sensei Norbert Borgmann sichtlich zwiegespalten. Mit der Defensive konnte er in weiten Teilen zufrieden sein. Doch der Angriff machte ihm am meisten Sorgen. Hier gingen wir oft viel zu harmlos und uninspiriert zu Werke. Ein weiterer Appell richtete sich an die Torhüter, die mehr Präsenz und vor allem mehr Präzision in ihren Abwürfen zeigen sollten; ein altes Lied, welches in Rurtal gerne gespielt wird. Ansonsten war in der zweiten Halbzeit alles drin. Also, kein Grund zur Panik. Einziger Wermutstropfen war der kurzzeitige Ausfall von Yves Nolte, der seinem Alter Tribut zollen musste und sich in der Halbzeit mit Krämpfen plagte. Die blutige Nase kam ihm dann im zweiten Spielabschnitt sehr gelegen, konnte er sich dadurch doch eine kleine Pause gönnen. Aber Spaß beiseite: Chapeau, vor solch einer Hartnäckigkeit!

Im zweiten Spielabschnitt hatte man nun das Gefühl, Süchteln hätte unser Spiel gelesen und wüsste genau, was zu tun war. Hilflos sahen wir zu, wie sich die zwei Punkte verabschiedeten. Mit 17:21 gingen wir aus den ersten Minuten als der klare Verlierer hervor. Aber genau jetzt zündeten wir unsere stärkste Waffe. Und NEIN, Philipp Schaffrath,  damit ist nicht die Leistung in der Pilsstube nach dem Spiel gemeint. Vielmehr kämpften wir nun und zeigten mannschaftliche Geschlossenheit. Da war es nicht so sehr entscheidend, dass Süchteln offensiv den besseren Eindruck machte. Wir erkämpften uns in der Abwehr einige Bälle und konnten endlich mal wieder ein paar Tempogegenstöße laufen. Nach langem Kampf gelang uns mit dem Treffer zum 27:27 endlich der Ausgleich. Das Spiel war auf Null gestellt und nun alles möglich.

In einer spannenden Schlussphase spürte man irgendwie, dass für Süchteln nicht mehr als ein Punkt drin gewesen wäre. Endlich funktionierte unser Torwartspiel und  auch auf unser Offensivspiel war wieder Verlass. Das Spiel konnten wir am Schluss aus drei Gründen für uns entscheiden. Zunächst einmal war der Treffer vom Ballvirtuosen Karl Tetz zum 30:29 ganz entscheidend. Darüber hinaus lief Ben Hellmich einem Abpraller nach einem Fehlwurf unsererseits entgegen und sicherte so den erneuten Ballbesitz. Ein Klassetyp! Hierdurch hatte Süchteln nur noch wenig Zeit, um den Ausgleich zu erzielen. Schlussendlich hielt das Haarwunder Henrik Bürger dann den entscheidenden Ball und sicherte somit den umjubelten Sieg.

Wir zeigten gestern sicher nicht unsere beste Leistung, doch hatten wir es auch mit einem bärenstarken Gegner zu tun, der uns alles abverlangte. So hätte der Sieg auch durchaus an Süchteln gehen können. In der Schlussphase hatten wir am Ende einfach das zuvor erwähnte Momentum auf unserer Seite und konnten mit mannschaftlicher Geschlossenheit die Punkte sichern. Kein Wunder also, dass sich Norbert Borgmann bei der Wahl zum Man of the Match für das gesamte Team entschied. Eine unkreative, aber zutreffende Wahl. Andreas Heppner fiel es da schon leichter, Andis Goldstück auszuwählen. Er entschied sich für Mike Borgmanns Tempogegenstoßknaller. Wie so oft lief er die schnelle Mitte und sah sich den Verteidigern gegenüber. Anstatt aber aufzugeben und den geordneten Angriff einzuleiten, zeigte er Eier und feuerte einen Unterhandwurf aus zwölf Metern in die Maschen. „GG Easy“ kommentierte er seine Aktion nach dem Spiel. Was er damit meinte, wird wohl für die Leser über 18 Jahren für immer im Verborgenen bleiben. Die Redaktion bleibt aber dran.

Nächste Woche ist dann Pause. Gut, dass an diesem Wochenende auch sonst nichts ansteht . Dann kann man endlich mal wieder ausspannen. Pflichtspieltechnisch geht es dann am 04.03.2017 weiter. Um 18:30 Uhr geht es dann auswärts zu Germania Oppum.


Spitzenreiter

Zum gestrigen Nachholspiel ist zu sagen, dass die erste Halbzeit in etwa auf Augenhöhe verlief und wir mit 14:13 (für 1848) in die Halbzeit gingen. Dieser Halbzeitstand war einerseits durch Pech bedingt, da die Tore scheinbar kleiner waren als in Hilfarth. Andererseits stand unsere Abwehr leider viel zu offen und lies die Gegner einfach durchmarschieren. Besonders die gegnerische 14 hat uns das Leben in der ersten Hälfte schwer gemacht.
Nach einer klaren Ansage in der Halbzeit und einem strategischen Umstellen der Abwehr, begannen wir das Spiel zu dominieren. Die Abwehr stand bombenfest und die Dinger waren vorne drin.
Trotz einer eher mageren Besetzung haben wir das Tempo in der zweiten Hälfte aufrecht gehalten und schnell gingen wir mit 4-5 Toren in Führung, welche wir über nahezu die gesamte Halbzeit hielten. Lediglich unser Rückraum und eine 2min-Strafe in der 57. Minute sorgen nochmal für einen kurzen Nervenkitzel.

Besonders hervorzuheben ist dieses Spiel die gegnerische Nummer 14 die uns in der ersten Hälfte im Alleingang auseinandergenommen hat….

Für die nächsten drei Tage sind wir nun Spitzenreiter. Am 19.03 können wir aber dafür sorgen, dass wir auch dort bleiben. Vorher, am 11.03 um 18:15 Uhr, empfangen wir aber erstmal den Rheydter TV in der Hölle West.

von Marcus Nitsche


Pest gegen Cholera

„Katastrophe“ viel mehr braucht es eigentlich nicht um das heutige Spiel zu beschreiben.

Direkt am Anfang ging es los mit zwei Pfostenwürfen. Dann nach gefühlten 10min (ungefähr in der 6. Minute oder so) hat Totti dann endlich das 1:0 geworfen. So weit so gut, dann ging es heiter hin und her oder besser gesagt Pest gegen Cholera. Viele Fehlwürfe, lückenhafte Deckung, sodass der Kreis oft frei stand, aber dennoch konnten wir ein kleines Polster mit in die Halbzeit nehmen. Die zweite Halbzeit fing ebenfalls sehr chaotisch an aber wir konnten eine 3-4 Tore-Führung über die zweite Hälfte aufrecht halten.

„Abräumen“ oder „Überzahl ausspielen“ schienen heute Fremdwörter gewesen zu sein. Bei mehreren 2minütigen Überzahl Gelegenheiten blieben die außen völlig vernachlässigt und der Rückraum warf souverän alles daneben.

Hervorzuheben ist heute erneut die Torwart-Leistung von Dennis Hajda bei Tempogegenstößen; ebenfalls überzeugt haben Dominik Vollmer & Marcel Jahn

Am Donnerstag Abend findet unser nächstes Spiel statt. Der TV 1848 empfängt uns zur Primetime in der Viersener Straße.

 

von Marcus Nitsche


Hör mir bloß auf!

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

 

Was isst man nach solch einem Handballspiel, um die Nerven zu beruhigen? Führende Ernährungswissenschaftlerinnen raten in diesem Fall zu einer Kombination aus Cheeseburger und Currywurst. Diese besondere Mixtur führt dazu, dass man das gesehene Handballspiel schnell vergessen kann. Dazu hatten die Zuschauer im Spiel gegen Hüls auch allen Grund.

 

Ins Spiel ging es ohne die kurzfristig invaliden Jannik Schmitt und Fabian Eickels. Stanislav Meschkorudni, hingegen, war wieder mit von der Partie. Außerdem gab die osmanische Allzweckwaffe Tolga Karaman sein Debut an der Position des Kreisläufers in der der Ersten. Hüls sorgte in der Vorwoche für Furore, als sie den ungeschlagenen Tabellenersten aus Tönis düpierten. Mit breiter Brust traten sie demnach auf und zeigten uns in der Anfangsphase, hinter welcher Tür der Zonk versteckt war. Mit 0:3 und kurze Zeit später mit 2:6 ging Hüls in Führung. Norbert Borgmann sah die Schwäche ziemlich früh im Angriff, in welchem wir fahrig und blauäugig agierten. Für einen Sieg würde dies nicht reichen. Schon jetzt sollte sich entscheiden, ob wir noch ein Wörtchen um den Sieg mitzureden hatten.

Anstatt aber den Sand in Kopf zu stecken zogen wir noch einmal die Schlinge aus dem Kopf und konnten mit einfachen Toren im Tempospiel auf 7:9 verkürzen. Richtig aufbauen konnten wir uns durch dieses Ergebnis aber auch nicht. Zu sehr spulten wir immer wieder dieselben Fehler ab und taten uns mit den fehlerlos agierenden Schiedsrichtern schwer, die besonders in der Kommunikation ihre großen Stärken zeigten. So nahm das Unheil seinen Lauf und Hüls nutzte unsere Schwächen gnadenlos aus. Dass es dann bei unseren beiden Torhütern auch nicht so gut lief, setze dem Mett dann die Zwiebel auf. Mit einem enttäuschenden 10:17 ging es zum Pausenbier.

 

In der Pause war eins klar. Gewinnen würde hier heute sehr schwer werden. Gebetsmühlenartig appellierte Norbert Borgmann, Fehler zu minimieren und in der Abwehr wieder aggressiver zu Werke zu gehen. Zwar war Hüls ein starker Gegner, jedoch hatten auch sie genug Schwächen, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Ziel musste sein, den Abstand auf drei bis vier Tore zu verringern, damit Hüls wusste, dass mit uns zu rechnen war.

 

norbert

 

Verblüffenderweise kamen wir zu drei schnellen Toren und das Publikum jauchzte voll Verzückung. Sollte man doch endlich vernünftigen Landesligahandball sehen? Um es kurz zu machen: Nein! Wie Karl Tetz in einer kurzen Redaktionskonferenz zum Besten gab: „Kannst du deutlich machen, dass wir schlecht waren?“ Dem kann man sich nur anschließen. So sehr wir versuchten zu kämpfen, war in diesem Spiel nix zu holen. Hüls zog auf 13:20 weg und ließ uns maximal auf fünf Tore rankommen. Nach dem zwischenzeitlichen 16:24 gewann Hüls letztendlich hochverdient mit 25:33.

 

karl

 

Verloren, aber gekämpft. So oder so ähnlich sah es die Mannschaft nach dem Spiel. Es fiel schwer etwas Positives mitzunehmen. Aber versuchen kann man es ja mal. So zeigte Cedric Borgmann, wenn man mal von der katastrophalen Quote von Außen absieht, eine engagierte Leistung. Zudem war Ben Hellmich, einer der hübschesten Menschen überhaupt, nach seiner Einwechslung sofort da und setzte offensiv Akzente.

 

ben

 

Man of the Match wurde letztendlich Mike Borgmann. Nicht ganz fit ins Spiel gegangen hielt er unsere Fahnen hoch. Im Tempospiel unnachahmlich und mit vollem Einsatz über 60 Minuten. Da könnte sich so mancher eine Scheibe von abschneiden. Als Andis Goldstück sahen die Zuschauer ein besonderes Schmankerl präsentiert. Sebastian Wienen, der Odell Beckham Jr. der Landesliga, zeigte uns am Kreis einen starken „One-handed Catch“, löste sich prompt aus der Umklammerung und schloss sicher ab.

 

mike

 

Nächste Woche ist dann Spielpause. Den Samstag verbringen die Spieler dann damit, ihre Briefmarkensammlung auf Vordermann zu bringen und endlich mal wieder ein gutes Buch zu lesen. Letzteres gilt natürlich nur für die Spieler, die des Lesens mächtig sind. Am 18.02.2017 geht es dann weiter gegen den ASV Süchteln. Anpfiff ist um 20 Uhr in eigener Halle. Hier gilt es, endlich wieder zu punkten und an die klasse Leistung im Hinspiel anzuknüpfen.


Schade, Schokolade!

Von Fabian Eickels, Norbert Borgmann und Lukas vor dem Esche

Samstag,  19:00 Uhr, Anpfiff! Wie schon  letzte Woche eine kritische Uhrzeit für uns, da aus Erfahrung klar ist, dass nicht jeder in unserer Mannschaft so zeitig auf Betriebstemperatur kommt. Wir hatten uns vorgenommen auch ohne Stanislav Meschkorudni eine gute Partie zu machen und den Tabellenzweiten aus dem Moerser Umland gehörig zu ärgern. In den ersten Minuten schien dies auch durchaus gelingen zu können, denn weder ein 4:5 noch ein 7:9 waren aussichtslos oder uneinholbar. Wir waren in Schlagdistanz.

Vor dem Spiel lautete die Anweisung von Norbert Borgmann vor allem einfache Fehler, so genannte „unforced errors“, auf ein Minimum zu beschränken. Doch wir wären nicht Rurtal, wenn wir diese Anweisung gekonnt umgehen würden. Endlich also waren wir in unserem Element und vergaben reihenweise Hundertprozentige, produzierten Fehlpässe  sowie Fangfehler. Garniert wurde diese Leistung mit einigen Lustwürfen, welche in der Handballlinguistik als Rückgaben gelten. Da zudem unser Prunkstück, die normalerweise starke Defensive, sowie  unsere Keeper ein kollektives Nickerchen nahmen, waren sechsTore Rückstand zur Pause eigentlich noch erträglich.

Beim Pausenbier beschlossen wir, wenigstens die zweite Hälfte zu gewinnen und uns achtbar aus der Affäre zu ziehen, doch bis zur 45. Minute baute Schwafheim die Führung auf 25:15 aus. Irgendwie war der Tank leer, das Salz aufgebraucht und der Lieblingsrettich alle. Nix lief mehr und Schwafheim wusste das gekonnt zu nutzen. Entscheidend war hier schon lange nicht mehr, nach den Punkten zu greifen. Die Devise lautete jetzt: Arsch hoch und zeigen, was man kann.

Der Arsch ging hoch und direkt lief das Spiel anders. Wir machten noch einmal Boden gut und zeigten unsere spielerisch gute Seite. Ein jetzt überragender Lukas vor dem Esche ließ seine Klasse aufblitzen und vereitelte einige klare Chancen. Ein Macher, der Lukas. Positiv war auch, dass immerhin noch einige Spieler Landesligaerfahrung sammeln konnten, die bisher wenig Spielzeit bekommen hatten. Zwei Situationen beschreiben unser Spiel gegen Schwafheim  wie der/die/das Nutella auf dem Frühstücksbrot. Bei doppelter Überzahl kriegten wir nix gebacken und begingen sogar ein Stürmerfoul. In doppelter Unterzahl, hingegen, kämpften wir richtig und blieben ohne Gegentor .

Andis Goldstück gelang diese Woche Ben Hellmich, der den Ball auf unnachahmliche Art und Weise im Netz versenkte. Aber diese Wahl von Andreas Heppner sollte man nicht zu ernst nehmen. Ben Hellmich kriegt diese Auszeichnungen ja sowieso nur wegen seines Aussehens. Der Man of the Match war diese Woche Karl Tetz, der durch sein Offensivspiel zu überzeugen wusste. Bedingungsloser Einsatz ist hier das Stichwort. In der Defensive wusste vor allem Cedric Borgmann zu überzeugen.

Zum Spiel selbst zog Norbert Borgmann letztendlich folgendes Fazit: „Wir haben ein Spiel ohne Außen und Kreisläufer gespielt. Das war wenig zielführend. Das Ergebnis geht auch in der Höhe völlig in Ordnung.“ Jetzt gilt es den Blick auf Samstag zu richten. Dann geht es um 20 Uhr in heimischer Halle gegen den Hülser SV.


Wie gewonnen, so zerronnen

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Nachdem wir in der letzten Woche noch einen Last-Minute-Sieg gegen den Rheydter SV einfahren konnten, mussten wir an diesem Wochenende eine knappe Niederlage in der Meerbuscher Provinz einstecken. Die Zuschauer sahen ein aufregendes und spannendes Spiel, welches besonders von der schwachen Defensivperformance beider Mannschaften geprägt war. Kadertechnisch mussten wir ein bisschen umbauen. So rückte Andreas Heppner für den gesperrten Tobias Kremer an den Kreis und den etwas angeschlagenen Fabian Eickels ersetzte Cedric Borgmann.

Philipp Schaffrath zeigte sich wieder einmal hellseherisch, indem er schon vor dem Spiel auf die frühe Anwurfzeit (17:45 Uhr) deutete: „Es ist noch viel zu früh, um Handball zu spielen“. Genauso traten wir dann auch zu Beginn des Spiels auf. Unsicherheiten und eine allzu freundliche Begleitung der Angreifer sorgten für einen desaströsen 11:4-Zwischenstand. Sollte etwa ein erneutes Debakel wie schon in Straelen folgen? Nein, denn glücklicherweise fanden wir nach der nötigen Auszeit endlich ins Spiel und drehten den Spieß um. Nun war Lank völlig von der Rolle und lief ins offene Messer. Nach etwa 20 Minuten konnten wir den ersehnten Ausgleich erzielen und stellten das Spiel auf „Null“. Entscheidende Faktoren in der Aufholjagd war neben dem eigewechselten Lukas vor dem Esche im Tor auch Körperwunder Cedric Borgmann, der gehörig aufdrehte.

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Die folgenden Minuten waren dann reines Tohuwabohu. Frei nach dem Motte „Jeder Wurf ein Treffer“ rannten die Mannschaften von Anwurf zu Anwurf und schienen sich zu überschlagen. Beim 20:19 zur Pause waren die Zuschauer sichtlich erleichtert einmal durchatmen zu können. Einzig Justus Schaffrath ließ die heiße Atmosphäre des Spiels völlig kalt. Er wärmte seine nicht spielbereiten Hände dreißig Minuten lang unter den Achseln. Ein Lifehack sozusagen.

Eine verrückte erste Halbzeit musste also aufbereitet werden. Norbert Borgmann stützte sich in seiner Ansprache besonders auf die positiven Aspekte. So lobte er unsere kämpferische Einstellung und unseren Offensivdrang. Für die zweite Halbzeit forderte er trotz offensiver Power die nötige Ruhe, um in den entscheidenden Situationen die Übersicht zu behalten. Dass sich ein Krimi entwickeln sollte, war zu diesem Zeitpunkt schon relativ klar. Als erstes kleines Ziel wurde ausgegeben, die erste Führung zu erspielen, um sich einen psychologischen Vorteil zu verschaffen.

Da hatten wir die Rechnung aber erst einmal ohne Treudeutsch Lank gemacht, die weiter munter drauflos spielten und ihre Führung wacker verteidigten. Über 25:23 konnten sie bis zum 28:27 weiterhin in Front bleiben. Erst jetzt schien das Pendel langsam in unsere Richtung auszuschlagen. Durch zwei schnelle Tore von Mike Borgmann, der einmal von Links- und einmal von Rechtsaußen die Rasierklinge auspackte, gingen wir schließlich in Führung und hatten sogar die Chance davonzuziehen. Leider agierten wir in der Folge viel zu hektisch. Zudem zeigte auch Lank große Nehmerqualitäten und ließ sich nicht abschütteln. Gerade Alexander Görtz fand immer wieder den Weg durch unsere Defensive.

In den letzten Minuten fehlte uns irgendwie die nötige Kaltschnäuzigkeit und man hatte das Gefühl, als wäre ein Sieg nach letzter Woche irgendwie gegen die Handballgesetze. Lank führte einfach viel zu lange, um am Ende nicht als Sieger vom Platz zu gehen. So konnten wir unseren letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen und verloren letztlich mit 36:35. Ein durchaus verdienter Sieg für Lank, auch wenn wir gerne ein oder zwei Punkte mitgenommen hätten. In der abschließenden Ansprache von Norbert Borgmann sprach er von einer „Kopf-Hoch-Niederlage“. Wir lieferten über 60 Minuten einen großen Fight und zeigten noch einmal, warum wir in die Landesliga gehören.

Wieder einmal zeigte der Trainer eine völlig fehlende Entscheidungskompetenz. Denn schon wieder nominierte er zwei Spieler als Men of the Match. Yves Nolte zeigte ein astreines Spiel und war besonders vom Siebenmeterpunkt eine Bank. Aber auch Cedric Borgmann nutzte seine Chance und zeigte ein zweitweise begeisterndes Offensivspiel.Ced+Yves

Auf der Torwartposition konnte zudem Lukas vor dem Esche einen guten Eindruck hinterlassen. Kalt reingeworfen hielt er 36% aller Bälle und war besonders in der Aufholjagd ein wichtiger Faktor.

Das schönste Tor des Tages, oder besser gesagt Andis Goldstück, kam diese Woche von Jannik Schmitt.

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Endlich mit etwas Spielzeit ausgestattet kam er in einem seiner ersten Angriffe sofort zu einem besonders schönen Torerfolg. Objektiv gesehen war die Situation am Kreis schon gelaufen, wurde er doch von seinem Gegenspieler schon festgemacht. Jedoch wand er sich sehenswert aus der Situation und erzielte den schönsten Treffer des Tages.

Die Hinrunde ist nun beendet. Letztendlich positionieren wir uns mit 14:10 Punkten auf dem sechsten Platz und liegen punktgleich hinter Treudeutsch Lank. Wir können damit von einer sehr gelungenen Hinrunde sprechen, auch wenn man sieht, dass es in jedem Spiel 100% braucht, um punkten zu können. Es liegt nun an uns, die Rückrunde wieder unbelastet anzugehen. Denn nun kennen uns die Gegner und werden auf unsere Spielweise besser reagieren können als noch zuvor. Dies werden wir wahrscheinlich schon nächste Woche zu spüren bekommen, wenn wir gegen den Tabellenzweiten aus Schwafheim ran müssen. Die haben noch eine Rechnung offen, fegten wir sie im Eröffnungsspiel regelrecht aus der Halle. Anpfiff ist am Samstag, den 28.01.2017 um 19 Uhr in der Sporthalle Pattberg in Moers.


Ein wichtiger Schritt in Richtung #lifegoal

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Ein Duell auf exakter Augenhöhe, zumindest wenn man sich die letzten Ergebnisse anschaut, gab es gestern in der Hölle-West. So hatten wir den Rheydter SV zu Gast, gegen den wir die letzten drei Spiele allesamt Unentschieden gespielt hatten. Für uns bot sich die Chance, den Abstand auf die Abstiegsränge deutlich zu vergrößern um eventuelle Abstiegssorgen erst einmal zu begraben. Kadertechnisch war alles da, was Rang und Namen hat, so dass Norbert Borgmann sogar Spieler aussortieren musste.

Nach dem bitternötigen Anschwitzen in unserer leider eiskalten Halle erwischten wir trotz angefressenem Winterspeck den besseren Start. Unsere Abwehr funktionierte wie immer zuverlässig und stellte Rheydt von Anfang an vor große Probleme. Mit 5:2 stand von Beginn an alles auf Sieg und die Brust wurde immer breiter. Deshalb ließen wir uns auch nicht durch einige Unkonzentriertheiten aus dem Tritt bringen. Auf dem Weg zum zwischenzeitlichen 10:5 waren die einfach herausgespielten Tore von Stanislav Meschkorudni der entscheidende Trumpf. Gerade im Zusammenspiel mit unserem Torwart Henrik Bürger entwickelte er ein höllisches Tempo und war damit am Ende mit neun Toren auch Topscorer. Letztendlich konnten wir am Ende der ersten Halbzeit ein verdientes 15:11 über die Zeit bringen. Das Ziel, in der letzten Minute kein Gegentor mehr zu kassieren, setzten wir tatsächlich mal um. Der Freiwurf nach der Schlusssirene brachte dann aber keinen Erfolg mehr.

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Zum Pausenbier zeigte sich  Norbert Borgmann äußerst zufrieden. Zwar hätte der Abstand auch höher ausfallen können, doch auch er war sich der Tatsache bewusst, dass Henrik Bürger im Tor einen Sahnetag erwischte und ein knapperes Ergebnis gegen einen guten Gegner verhinderte. Entscheidend war für ihn, dass die Kommunikation innerhalb der Mannschaft stimmte. So verteidigten wir als Team und nicht als Solisten. Auch der Angriff zeigte gute Ansätze und zeigte sich eigentlich recht stabil. Zu guter Letzt zog Norbert Borgmann noch eine aktuelle kultursportliche Referenz heran, die manche von uns wohl intellektuell überforderte. So erinnerte er sich mit Sorge an das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn. Nach einer guten ersten Halbzeit ging bei den Deutschen zu Beginn der zweiten Hälfte fast gar nichts mehr. Manch einer verstand das wohl als Herausforderung.

Rheydt war zum Auftakt von Halbzeit Zwei viel präsenter und fand kurzzeitig den Dosenöffner für unsere Verteidigung. Beim 16:14 witterte Rheydt mal mindestens Morgenluft. Wie Hanka Rackwitz im Dschungel reagierten wir auf den drohenden Einbruch viel zu panisch und versuchten immer schneller zu spielen anstatt das Tempo herauszunehmen. Fehlpässe, Fehlwürfe resultierten im vermeintlichen „Game-Changer“, der roten Karte gegen unseren Kreisläufer Tobias Kremer. Über 19:16 glich Rheydt zehn Minuten vor Schluss zum 21:21 aus. Rheydt meldete sich lautstark zurück und drängte nun auf die Führung. Doch Karl Tetz auf der Mitte hatte da ganz schön was gegen. So zimmerte er zwei, wie wir früher sagten, Lustwürfe ins untere Eck und sorgte ganz alleine für die erneute 23:21-Führung. Jannik Schmitt hielt es vor Jubel kaum mehr auf der Bank, hatte er doch kurz zuvor orakelt: „Jetzt sollten wir mal wieder einen machen“.

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Die Schlussphase war dann einfach nur reine Dramatik. Beide Teams agierten zittrig und warfen viel zu viele Bälle weg. Der Ball wechselte so oft die Mannschaft, dass so mancher Fan gedanklich schon beim Tennis und den bald startenden Australian Open hätte sein können. Rheydt schien auch den längeren Atem zu haben und glich zum 23:23 aus, scheiterte dann jedoch wiederholt an Henrik Bürger. Wir, hingegen, gingen durch Yves Nolte wieder in Führung und führten Sekunden vor Schluss mit 25:24. Rheydt hatte dann den Ausgleich auf der Hand, konnte den letzten Ball jedoch nicht verwerten. Im Endeffekt kann man von einem verdienten aber durchaus glücklichen Sieg sprechen, wenn man bedenkt, dass Rheydt im gesamten Spiel nie geführt hat. 14 Punkte und Platz 4 sprechen zum aktuellen Zeitpunkt eine eindeutige Sprache. Sollte zum Hinrundenabschluss ein weiterer Sieg folgen, würden wir eine starke Hinrunde krönen.

 

„Die Jungs machen mich fertig!“ (Norbert Borgmann)

 

Der nun folgende Abschnitt gilt einem, der gestern alle Gefühle durchlebt hat, die man als Sportler so haben kann. Tobias Kremer zeigte gestern eine bärenstarke Leistung. Er war kaum zu halten und warf einige schöne Tore. Unter anderem erzielte er Andis Goldstück mit seinem herrlichen Dreher aus der Bedrängnis heraus. Jedoch beendete er seine starke Leistung abrupt mit einer unnötigen roten Karte, die das Spiel fast zum Kippen gebracht hätte. Ein Bärendienst also, um in der Fauna zu bleiben. Viel wichtiger waren aber seine sechs Tore zuvor, mit denen er maßgeblich zum Sieg beitrug.

Die Kategorie des Man of the Match hatte dieses Mal zwei Sieger. Zum einen war Henrik Bürger in der Schlussphase der Retter der zwei Punkte. Mit einer Quote von 58% gehaltener Bälle war er trotz seiner Tempogegenstoßpässe der überragende Akteur auf dem Platz. Aber auch Mike Borgmann zeigte in der Defensive eine klasse Leistung. Er half aus, wo es nur ging und ergatterte einige Bälle. Als Rheydter hätte man lauthals „Dieb!“ gerufen.

Nächsten Samstag geht es um 17:45 Uhr zum Auswärtsspiel gegen Treudeutsch Lank. Hier erwartet uns sicherlich wieder ein umkämpftes Spiel, in dem wir aber unbedingt als Sieger hervorgehen wollen.

Zum Schluss noch eine persönliche Nachricht der Autoren an Yves Nolte: „Noch ist der Verbleib in der Liga nicht gesichert! Nur mal so am Rande.“


Wahre Spartiaten tragen rot

Von Lukas vor dem Esche und Fabian Eickels

Am letzten Spieltag der vor Winterpause ging es in die benachbarte Stadt Rheydt. Nach der Pleite gegen St. Tönis letztes Wochenende sahen wir uns in der Pflicht noch einmal vor der Winterpause alles zu geben. Die Vorzeichen jedoch standen nicht gut, mit nur einem Training Mitte der Woche. Zudem fehlte auch noch Fabian Eickels, was wiederum die Personaldecke schrumpfte, doch zum Glück meldete sich Stanislav Meschkorudni rechtzeitig fit.

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Anfangs taten wir uns etwas schwer. Rheydt agierte mit einer aggressiven 6:0 Deckung. Zwar schafften wir es direkt Rheydts Führungstreffer auszugleichen, jedoch wurden wir von der schnellen Mitte überrannt, sodass nicht viel Zeit zum Jubeln blieb. Beim Stand von 3:1 wurden wir aber wach und versuchten diesmal unser Konzept auch auszuspielen und siehe da, der Ball lief und nach zehn Minuten stand es 3:5. Im Verlauf der ersten Halbzeit gelang es uns, unseren Stiefel runter zu spielen und auch die Deckung stand durch Yves Nolte mit jedem Rheydter Angriff immer sicherer. Absprachen und Übergaben waren bestens und auch wenn mal einer durch kam hatte unser Torwart einiges dagegen.  Ein bärenstarker Henrik Bürger im Tor ließ die Rheydter Angriff für Angriff verzweifeln. Und auch ein Gegentor brachte uns nicht aus dem Konzept. Die schnelle Mitte wurde ein ums andere Mal sehenswert abgeschlossen. Mit einem verdienten 11:17 gingen wir in die Pause.

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Norbert Borgmann lobte besonders die aggressive Abwehrarbeit unsererseits, doch sei dies kein Grund um sich auszuruhen. Auch die 2. Hälfte muss gewonnen werden, denn Rheydt ist keine Mannschaft, welche sich so einfach aufgibt. Mit diesen mahnenden Worten ging es zurück in die Halle.

In der zweiten Halbzeit spielten wir zunächst etwas lasch, was Rheydt und mit einigen Gegentreffern direkt spüren ließ. Mitte der Halbzeit kamen sie sogar auf zwei Tore ran. Eine taktisch kluge Auszeit lenkte uns aber wieder auf die Straße der Sieger und wir agierten mit der Souveränität aus der ersten Halbzeit. So brannte am Ende nichts an und wir konnten etwas durchwechseln.

 

In der Kategorie Andis Goldstück war es dieses Mal sehr schwer zu ermitteln, wem der sehenswertere Treffer gelang. Nach reiflicher Überlegung einigten wir uns auf beide Treffer. In der ersten Halbzeit lief unser Kreisläufer Tobias Kremer eine schnelle Mitte, in welcher er 2 Gegenspieler austanzte und zum Schluss den Ball mit einem Sahne-Dreher am Torwart vorbei legte. In der zweiten Halbzeit war es Stanislav Meschkorudni der einen etwas zu weiten Pass unseres Torhüters unter Kontrolle brachte und direkt hinter dem Rücken abschloss. Man of the Match wurde ebenfalls Stanislav Meschkorudni mit starken 14 Treffern.

Nun geht es in die wohlverdiente Winterpause. Zeit die Akkus wieder aufzuladen um am 14.01.2017 um 20 Uhr in der Hölle West in der heimischen Callstraße, das Derby gegen den Mitaufsteiger Rheydter SV zu bestreiten.

Wir wünschen allen Fans ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017. Wir freuen uns auch nächstes Jahr über Eure Unterstützung.

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Ein Spiel im Konjunktiv

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

In der Shenlong-Halle zu Tönisvorst standen wir am vorletzten Spieltag vor der Winterpause vor einer Herkulesaufgabe. Der noch ungeschlagene Tabellenführer schickte sich an, die nächsten zwei Punkte einzufahren. Dass wir hier nur eine Außenseiterchance hatten, war von Anfang an klar. Besonders unter der Berücksichtigung der dünnen Personaldecke ging es in diesem Spiel eher darum, sich gut zu verkaufen. Doch selbst das sollte uns verwehrt bleiben.

Tönis schaffte es von Anfang an uns die Butter vom Brot zu nehmen und bestrafte unsere nervöse Spielweise konsequent. Beim 4:0-Zwischenstand war die Partie im Prinzip schon gelaufen, denn offensiv ließ unser Spiel keine Besserung vermuten. Selbst das hoffnungsvolle 5:2 führte zu keiner Änderung. Tönis überrannte uns und ging mit 12:2 in Führung. Jetzt groß und breit über einzelne Aktionen des Spiels zu berichten entspricht nicht wirklich unserem redaktionellen Anspruch. Zusammengefasst: Tönis hui, wir pfui. Mit 21:5 und hängenden Köpfen ging es in die Pause.

Was sagt man als Trainer zu so einer Leistung. Schnauzt man seine Mannschaft so richtig zusammen oder lässt man Gnade vor Recht ergehen? Norbert Borgmann entschied sich zum Glück für die zweite Variante und sprach uns Mut zu: „Leute. Klar, spielen wir nicht gut und machen viel zu viele Fehler. Trotzdem ist es jetzt wichtig, wieder Spaß am Spiel zu haben“.  Auch Philipp Schaffrath  hielt eine fesselnde Ansprache. Er stellte besonders die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund, die wir teilweise vermissen ließen.

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Die zweite Halbzeit begann mit einer faustdicken Überraschung. Es zeigte sich ein komplett anderes Spiel und wir konnten auf 21:6 verkürzen. Grund genug für den gegnerischen Trainer die Notbremse zu ziehen und ein Time-Out zu nehmen. Hierzu kann man aus taktischer Sicht nur gratulieren. Wer weiß, was hätte passieren können. Leider war dann doch nicht „Alles-ist-möglich-Samstag“, sondern eher „Nein-heute-nicht-Samstag“. Tönis erholte sich vom zwischenzeitlichen 24:9 und schoss uns in der Folge vollends ab. Dass es am Ende 42 Gegentore wurden hilft der guten Stimmung jetzt nicht unbedingt. Aber wer und kennt, weiß, dass wir uns schnell erholen werden und schon bald wieder zu „Captain Jack“ singen und tanzen werden. (https://www.youtube.com/watch?v=boNRVXR7bqg)

Ein besonderes Schmankerl gab es in der Kategorie Andis Goldstück zu bewundern. So erzielte Amelie Polutta (Foto: http://www.sgueberruhr.de/damen/1-damen-2/) von der SG Überruhr im vorangegangenen Spiel der Damen-Oberliga gegen die Tschft. Tönis einen sehenswerten Treffer aus dem Rückraum. In unserem Spiel gab es leider nicht so schöne Tore zu sehen, außer natürlich Cedric Borgmanns 7-Meter kurz vor Schluss, als er sich voller Selbstvertrauen die Kugel schnappte. Der Man of the Match wurde relativ deutlich Mike Borgmann. Er war so ziemlich der Einzige, der Tönis noch etwas entgegenzusetzen hatte. Mit sechs Toren war er auch bester Schütze. Entschuldigen müssen sich alle Feldspieler bei unseren Torhütern, Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche. Sie bekamen quasi nur freie Würfe auf ihren Kasten.

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Entscheidend ist nach dem Spiel: Mund abputzen und weitermachen. Am nächsten Wochenende geht es gegen den HSV Rheydt und da sollen, wenn möglich, wieder Punkte folgen. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Halle Rheydt West in der Heckerstraße.


Plätzchen For The Win

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Nachdem es letzte Woche in die Festung der bo-frost Jünger ging, kamen am gestrigen Samstag die Ur-Follower der Prinzen Rolle in die Hölle-West. Mit dem VT Kempen stand uns ein Gegner gegenüber, vor dem Norbert Borgmann in der Trainingswoche intensiv gewarnt hatte. Einerseits steckte ihm noch die Niederlage gegen Straelen in den Knochen, andererseits hatte er den Gegner intensiv beobachtet. Spaß stand im Training also nicht auf der Tagesordnung. Vielmehr feilten wir an unserer Deckung und gaben uns zum wiederholten Male dem Wurftraining hin.

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Kadertechnisch konnten wir das Lazarett etwas lichten und wieder auf Stanislav Meschkorudni und Yves Nolte bauen. Das Spiel selbst begann für uns wie gemalt. Gerade die Defensive machte in den ersten 20 Minuten einen herausragenden Job. Was dem Trainer besonders gefiel, war die aggressive, ballorientierte Arbeit. Zudem schafften wir es auch endlich einmal, dass eine rege Kommunikation unter den Positionen stattfand. Offensiv lief es nicht viel schlechter. Wir kamen zu sicheren Abschlüssen und gingen verdient mit 10:4 in Führung. Dies zeigt mal wieder, wie unberechenbar der Handballsport ist, wenn man bedenkt, dass wir letzte Woche mit 2:10 zurücklagen.

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Wer unser Spiel mittlerweile kennt, weiß schon ganz genau, in welche Richtung sich unser Spiel nun entwickelte. Es ist als hätte unsere Schallplatte einen Sprung. Immer wieder hakt unser Spiel an derselben Stelle. Individuelle Fehler der dümmsten Art ebneten Kempen den Weg zurück ins Spiel und sorgten für einen katastrophalen 12:12-Pausenstand; katastrophal deswegen, weil wir mit weniger Tohuwabohu sicher mit sieben oder acht Toren hätten führen müssen.

Entscheidend war in der Bierprobe zur Pause aber eben genau dieser Gedanke. Wir waren selbst schuld und würden, wenn wir uns wieder stabilisierten, die Punkte in eigener Halle behalten. Norbert Borgmann verwies noch einmal darauf, mehr Zug zum Tor zu entwickeln. So wie Andreas Heppner, der eine bockstarke Partie ablieferte und eine 100%-Quote aufzuweisen hatte. Viel zu oft suchten wir im Tempogegenstoß eher den Pass als den direkten Abschluss. Der verletzte Philipp Schaffrath erweckte noch einmal den Geist der vergangenen Woche: „Wir müssen nur die zweite Halbzeit gewinnen, genau wie letzte Woche“. Norbert Borgmann entgegnete: „Aber bitte nicht nur mit einem Tor!“

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Voller Konzentration ging es aus der Kabine und wir konnten an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Über 13:14 zogen wir auf 17:14 davon. Alles Paletti also, oder? Naja nicht so ganz. Auch Kempen ist handballerisch eine ganz dufte Truppe und ließ sich noch nicht abschütteln. In die Schlussphase ging es mit einem 20:20. Mancher kokettierte schon mit einem Revival des Spiels gegen Oppum, als wir als bessere Mannschaft das Spiel trotzdem verloren. Jedoch fanden wir rechtzeitig wieder zu alter Stärke und konnten Kempen mit unbändigem Willen in der Abwehr bis zum Schluss auf Abstand halten.

Letztendlich gewannen wir verdient mit 27:24, auch wenn wir das Spiel viel deutlicher hätten gestalten müssen. Deutlich wichtiger sind aber die zwei Punkte. Auch Norbert Borgmann zeigte sich trotz aller Aufregung im Spiel durch den Sieg besänftigt und fand das alles ziemlich knorke. Beim Man of the Match wollte er sich nicht so recht aus der Reserve locken lassen. „Klar, war es gut, dass Stanislav Meschkorudni und Yves Nolte wieder dabei waren. Gerade Stani hat ja auch wichtige Tore gemacht. Und auch Andreas Heppner hat eine bärenstarke Partie gezeigt. Doch im Endeffekt war die Abwehrleistung der entscheidende Faktor. Hier hat jeder eine Topleistung gezeigt. Schnieke war auch die junge Garde mit Cedric Borgmann und Ben Hellmich, die defensiv quasi fehlerfrei spielten.“

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Apropos Ben Hellmich. Er sorgte gestern mit seinem überragenden Treffer aus der schnellen Mitte heraus für Andis Goldstück. Umringt von zwei Gegnern, die ihm u.a. am Hals hingen, ging er zu Boden, schaffte es aber noch auf dem Bauch liegend den Ball aus neun Metern im Tor unterzubringen. Dafür gab es nach dem Spiel ein Extra-Weihnachtsplätzchen von Frau Heppner.

Nächste Woche wartet auf uns eine Herkulesaufgabe. Dann sind wir beim noch verlustpunktfreien Tabellenführer, der Tschft. St. Tönis zu Gast. Hier können wir endlich einmal frei aufspielen und haben nichts zu verlieren. Am Samstag ertönt der Anpfiff um 19 Uhr, in der Corneliusfeldhalle, Corneliusstraße 25, 47918 Tönisvorst.

 


Mehr geblitzt worden als Punkte mitgenommen*

Von Fabian Eickels und Lukas vor dem Esche

Eine erste Hälfte wie ein Besuch beim Finanzamt, eine zweite Hälfte, die sich sehen lassen konnte und zwei Punkte, die mehr als verdient an Straelen gingen. So einfach ließe sich das gestrige Spiel zusammenfassen. Aber so einfach können wir es uns nicht machen.

Schon unter der Woche war klar, dass wir unsere Startformation gehörig umbauen mussten, würden doch drei Stammkräfte fehlen. Unter dieser Prämisse gab es eigentlich nur eine Vorgabe: Als Team agieren und vollen Einsatz zu zeigen. Hierzu wollte Trainer Norbert Borgmann unser Spiel etwas entschärfen, in dem das Spiel zwischendurch auch mal beruhigt werden sollte und Abschlüsse überlegt gewählt werden sollten. Der Start verunglückte uns dann leider völlig. Nichts von dem, was der Trainer wollte, wurde umgesetzt. Aus fehlender Kreativität folgten immer wieder überhastete Abschlüsse, die Straelen in schnelle Abschlüsse im Tempogegenstoß ummünzte. Straelen schlug uns mit unseren eigenen Waffen. Nach zehn Minuten stand auf der High-Tech-Anzeigetafel ein schockierendes, aber völlig verdientes, 8:2 für Straelen.

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Schon früh musste Norbert Borgmann die Notbremse und ziehen und nahm das fällige Time-Out. Unglücklicherweise waren wir so desillusioniert von der Anfangsphase, dass seine Ansagen nicht zu uns durchdrangen. Besser wurde es also nicht und Straelen legte den Finger immer wieder in die Wunde. Einzig Andreas Heppner und Tobias Kremer sorgten mit ihren Abschlüssen dafür, dass das Ergebnis nicht nach A-Jugend gegen F-Jugend aussah. Auch Ben Hellmich war ein Lichtblick und erzielte seine ersten drei Tore in der Landesliga. Über 17:6 zogen sie immer weiter davon und entschieden das Spiel bis zum Pausenbier endgültig.

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Die Stimmung in der Kabine glich einer heruntergefallenen  Printe auf dem Aachener Weihnachtsmarkt. So richtig wollte keiner das Geschehene akzeptieren. Und so zeigte die Mannschaft gerade in dieser Phase großen Charakter. Anstatt sich gegenseitig niederzumachen, wurden die Fehler aufgezeigt und Lösungen erstellt. Auch Norbert Borgmann agierte enorm sensibel und gab nur das Ziel aus, die zweite Halbzeit zu gewinnen. Ihm war auch bewusst, dass zwölf Tore Abstand nicht mehr aufzuholen waren.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten wir ein völlig anderes Gesicht. Jetzt stimmte die Aggressivität, die unsere Defensive so vermissen ließ und auch im Angriff kamen wir zu einfacheren Abschlüssen. Schon nach wenigen Augenblicken verkürzten wir auf 24:15. Ob jemand noch Morgenluft witterte sei einmal dahingestellt. Wichtig war einfach, dass wir wieder im Spiel waren und uns niemals aufgaben. Dass wir keine Chance auf Mehr hatten, lag natürlich auch an Straelen, die weiterhin zielgerichtet spielten und zu vielen Abschlüssen kamen.

Sinnbildlich für die verbesserte Leistung standen nun Karl Tetz, Sebastian Wienen und Fabian Eickels, die ihre schwache Leistung aus der ersten Hälfte vergessen machen wollten. Sebastian Wienen war nun in der Abwehr viel präsenter und bei Karl Tetz und Fabian Eickels lief es im Abschluss nun viel besser. Zudem steckten unsere Torhüter, Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche, niemals auf und ergaben sich zu keinem Zeitpunkt dem Ergebnis. Auf einen Man of the Match verzichtet die Redaktion aufgrund der ersten Halbzeit dieses Mal. Das Gleiche gilt für Andis Goldstück.

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Die bofrost*Halle brachte uns so überhaupt kein Glück. Hier muss in der Rückrunde in der heimischen eismann*Halle definitiv eine Revanche her. Wie ein Blick des Schweinchen Schlaus auf die Tabelle zeigt, rücken die Mannschaften immer näher zusammen. Obacht ist also in den nächsten Spielen gegeben. So ist es wichtig, im Training an der fehlenden Abstimmung zu arbeiten und, wie in der zweiten Halbzeit, als Team zu agieren. Nächstes Wochenende ist dann der VT Kempen zu Gast. Tabellarisch ist dies ein Duell auf Augenhöhe. Also kommt alle rum und unterstützt uns auf der Jagd nach den nächsten zwei Punkten.

*Für Fans von Statistiken: Zwei mal 😀


We love this game

ASV Rurtal-Hückelhoven – ATV Biesel 28:24 (15:10)

Von Fabian Eickels, Frank Meyer und Lukas vor dem Esche

Am gestrigen Samstag war der favorisierte ATV Biesel in der Hölle-West zu Gast. Für uns war das Spiel, wie auch letzte Woche, eine Art Standortbestimmung. Ein Sieg würde uns in die Top-3 der Tabelle bringen. Eine Niederlage hätte uns in der engen Tabellensituation wieder gen Tabellenkeller gebracht. Norbert Borgmann zeigte sich, für ihn total ungewöhnlich, äußerst zuversichtlich: „Gegen Biesel gewinn ich immer“.
Vor einer gut gefüllten Halle präsentierten wir uns, im Gegensatz zu letzter Woche, von Beginn an konzentriert. Zwar konnte Biesel schnell 0:2 in Führung gehen, doch verloren wir nicht die Fassung und konnten das Spiel schnell ausgleichen. Eine gute Defensivarbeit und ein stark aufgelegter Henrik Bürger im Tor waren die Faktoren für die frühe Wende. Über 5:4 setzten wir uns auf 8:6 ab und hatten fortan die Kontrolle über das Spiel. Gerade der wieder erstarkte Andreas Heppner mutierte auf der Mittelposition vom Jungregisseur zum Ballermann und erzielte einige wichtige Treffer. Ab Minute 21 entwickelte sich ein Spiel, welches kaum surrealer hätte sein können. Bei uns klappte im Angriff auf einmal nahezu alles. Zudem vernagelte Henrik Bürger unser Tor und ließ keinen Treffer mehr zu. Energydrinks scheinen wohl eine bessere Wirkung zu haben als eine genüssliche Tasse Kaffee vor dem Spiel.
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Euphorisiert gingen wir mit einem verdienten 15:10 in die Pause. Selbst Norbert Borgmann fand lobende Worte und erklärte uns in Sigurdssonscher Manier die für viele revolutionäre Taktik für die zweite Halbzeit: „Wir haben jetzt den Ball und wenn wir den jetzt reinmachen, dann sind es schon sechs“. Die schiere Komplexität dieser Anweisung schien uns zu überfordern – wir kassierten das 15:11. Glücklicherweise erholten wir uns schnell von dem Schock und überrannten Biesel bis zum 18:11. Die zwei Punkte waren in greifbarer Nähe.
Biesel steckte aber nicht auf und kam über ihren starken Kreisläufer zu fünf Toren in Serie. Wir drohten völlig auseinander zu brechen und spielten vorne konzeptlos und fahrig. Norbert Borgmann sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen, um Schlimmeres zu verhindern – eine goldrichtige Entscheidung. In der Folge präsentierte sich Yves Nolte als wichtige Stütze der Mannschaft und übernahm Verantwortung. Seine Erfahrung war besonders in den letzten zehn Minuten wichtig, da sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. In der 55. Minute verkürzte Biesel auf 24:23. Allerdings zeigten wir uns, im Gegensatz zum Spiel gegen Oppum, deutlich verbessert. Während wir gegen Oppum viele Fehler in der Offensive machten und hektisch abschlossen, agierten wir gegen Biesel mit der nötigen Ruhe und, man mag es kaum glauben, Abgezocktheit. So brannte am Ende doch nichts mehr an und wir konnten mit dem 28:24 die Punkte sieben und acht auf unserem Konto verbuchen.
Yves

Man of the Match wurde dieses Mal kein Einzelspieler, sondern das gesamte Team. Wir schafften es, uns über 60 Minuten immer positiv anzufeuern und behielten, vielleicht gerade deswegen, die Ruhe in der Schlussphase. Andis Goldstück erzielte diesen Spieltag Andreas Heppner selbst. Mit seinem überraschenden Rückraumtreffer in den Giebel brachte er das Metall zum Klingen und verursachte ein kollektives „Hatter nicht gemacht“ im weiten Rund.
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Was heißt das jetzt für den weiteren Verlauf der Saison? Der dritte Tabellenplatz ist sicherlich ein schöner Screenshot, den sich jeder auf sein Handy laden darf. Jedoch ist das auch sicher nur eine Momentaufnahme. Die Saison ist noch lang und es warten noch viele schwierige Spiele auf uns. Wichtig wird sein, weiter konzentriert zu trainieren und sich nicht auf den Punkten auszuruhen. Am nächsten Wochenende können sich unsere Kadaver einmal auf die Faule Haut legen, denn es ist spielfrei. Weiter geht es dann am 26.11. mit dem Auswärtsspiel gegen Straelen. Um 19:30 Uhr ist Anpfiff. „Ich habe jetzt schon wieder Lust, euch auf der Tribüne zu sehen und mit euch zu feiern“ (jeder, immer)
Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Stanislav Meschkorudni (12), Andreas Heppner (5), Mike Borgmann (4), Yves Nolte (3), Tobias Kremer , Karl Tetz (je 2), Cedric Borgmann, Fabian Eickels, Dominic Farin, Ben Hellmich und Sebastian Wienen


Erfolg mit vier Buchstaben…Was ist ein Sieg?

TV Anrath – ASV Rurtal-Hückelhoven 21:27 (8:13)

Von Fabian Eickels und Frank Meyer

Die Vorbereitung auf ein Spiel läuft in der Regel immer gleich. Zwei Trainingseinheiten mit voller Konzentration und die Augen nur auf die zwei nächsten Punkte gerichtet. Diese Routine wurde am letzten Montag jäh unterbrochen. Frank Meyer riss sich im Spiel gegen Oppum das Kreuzband und wird uns die gesamte Saison fehlen. Besonders als Spielmacher ist er quasi nicht zu ersetzen.

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Dazu drohten weitere Spieler auszufallen, meldeten sich aber rechtzeitig spielfähig, so dass wir mit einem breiten Kader nach Anrath fuhren. Dass uns in Anrath ein völlig anderes Spiel als sonst erwarten würde, war jedem klar. Was sich jedoch die folgenden 60 Minuten abspielen sollte, hatte außer Norbert Borgmann niemand auf dem Zettel.

Der Start missglückte uns völlig. Einfachste Fehlpässe spielten Anrath in die Karten sorgten für die 3:0-Führung auf Anrather Seite. Erst jetzt nahmen wir am Spiel teil und konnten kurze Zeit später mit 4:5 in Front gehen. Im handballerischen Sinne hatten wir uns also abgesetzt. Anrath konnte dagegen einen Ippon und mehrere kleinere Wertungen für sich gewinnen. Zumindest versuchten sie fehlendes handballerisches Geschick mit schierer Brutalität auszugleichen. Durch eine konsequente Abwehr ließen wir uns in der Folge nicht vom Anrather Spiel beeinflussen und gingen, noch unverletzt, mit einem verdienten 8:13 in die Pause.

Beim Pausenbier musste Norbert Borgmann die Spieler erst einmal beruhigen und forderte, den Blick weiter auf das Spielerische zu halten. Den Attacken der Anrather konnten wir nur entgehen, wenn wir uns mehr bewegten und klarere Chancen kreierten. Ansonsten zeigte er sich durchaus zufrieden mit unserer Leistung. Gerade die Defensive wusste wieder zu überzeugen. Dazu drückte Muskelpaket Yves Nolte dem Spiel seinen Stempel auf und behielt immer die Ruhe.

Yves

Anrath kam mit mehr Willen aus der Pause, setzte insbesondere unseren neu formierten Angriff extrem unter Druck. Dadurch verloren wir in der Folge etwas den Faden in unserem Spiel und Anrath konnte noch einmal auf 15:18 verkürzen. Doch kein Grund zur Panik, denn gerade in dieser Phase übernahm der Jungregisseur Andreas Heppner Verantwortung und erzielte einige sehenswerte Tore. Als sich dann die Defensive rund um Henrik Bürger wieder stabilisierte, konnten wir unser gewohntes Tempo spielen und uns deutlich absetzen. Beim 17:27 in der 52. Minute war das Spiel dann endgültig entschieden. In der Schlussphase wurde munter durchgewechselt und auch der gebräunte Lifeleber Ben Hellmich konnte erstmals zeigen, was er in Griechenland gelernt hatte. Dass Anrath bis zum Schlusspfiff noch einnmal auf 21:27 verkürzen konnte, blieb nur eine Randnotiz.

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Obwohl das Aufeinandertreffen wenig spielerische Highlights bot, gab es diese Woche endlich wieder Andis Goldstück zu bewundern. So düpierte Yves Nolte die Anrather Defensive mit einem klassischen Rurtaler Schnubbi-Up (für Muggels: Sprungwurffinte) und hatte dabei gefühlte fünf Sekunden Airtime. Gerade in seinem biblischen Alter: Chapeau!

Bei der Wahl zum Man of the Match konnte Norbert Borgmann sich nicht so recht entscheiden und nominierte gleich zwei Spieler. Henrik Bürger präsentierte sich in Topform und zog dem Gegner, gerade bei 7-Metern, den Zahn. Auch offensiv setzte er mit seinen Pässen Akzente. Man könnte meinen, er hätte sich vor dem Spiel eine extra große Dose Energy Drink genehmigt.  Auch Stanislav Meschkorudni fiel in den Energytopf und belebte die Offensive. Vor allem aber, verwandelte er alle 7-Meter, was nach letzter Woche eine nahezu unvorstellbare Steigerung war. Neben den beiden Men of the Match lieferte der rehablitierte Karl Tetz eine überzeugende Leistung ab. Gerade defensiv moppste er Anrath einige Bälle und schmiss sich vorne in jeden Zweikampf.

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Abschließend blieb in der Retrospektive dieses Spiels besonders eine Sache hängen. Dass Anrath tabellarisch mit dem Rücken zur Wand steht und dadurch alles tut, um die ersten Punkte einzusammeln, ist durchausverständlich. Verantwortliche, Trainer und einzelne groß geratene Spieler, sollten sich noch einmal ins Bewusstsein rufen, dass das Spiel Handball heißt und der Ball das wichtigste Gerät in diesem Spiel ist. Dass wir halbwegs unverletzt aus dem Spiel gingen grenzt an ein Wunder. Nicht vergessen darf man dabei, dass wir hierbei nicht die gesamte Anrather Mannschaft meinen. Einige Spieler beweisen schon seit Jahren ihre Klasse in der Liga und können vor allem handballerisch überzeugen.

Nächsten Samstag steht das nächste Heimspiel an. Dann geht es gegen den ATV Biesel. Positiv für uns ist jetzt sicherlich, dass wir durch die Punkte fünf und sechs etwas Druck aus dem Kessel genommen haben und gegen Biesel befreit aufspielen können. Wie immer ist um 20 Uhr Anpfiff, Kommt und feuert uns an!

Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Stanislav Meschkorudni (12), Yves Nolte (5), Andreas Heppner (4), Karl Tetz (3), Mike Borgmann (2), Sebastian Wienen (1), Cedric Borgmann, Fabian Eickels, Dominic Farin, Ben Hellmich und Tobias Kremer


Unter die Räder gekommen

Von Fabian Eickels

Der Pokal ist, egal in welcher Sportart, geprägt, von heißer Stimmung, ungleichen Duellen und krachenden Sensationen. Leider blieb die gewünschte, aber nicht unbedingt angepeilte, Überraschung gestern aus. Mit dem TV Geistenbeck hatten wir einen gestandenen Verbandsligisten zu Gast, welcher sich selbst in einer Art Umbruch befindet. Einige wichtige Achsen haben den Verein verlassen und so scheint das Geistenbecker Ziel in dieser Saison eher der Klassenerhalt zu sein. Doch unabhängig davon war jedem im Vorhinein der Klassenunterschied bewusst.

Anfänglich gaben wir uns noch keine Blöße und hielten gut mit. Ein hoffnungsvolles 3:4 war die Folge. Auch das zwischenzeitliche 9:12 gab keinen Anlass zur Verzweiflung. Durch einige Wechsel und Unkonzentriertheiten, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, konnte Geistenbeck voll aufs Tempo drücken und zur Halbzeit auf 10:16 davonziehen.

Norbert Borgmann gab sich in der Halbzeit aber durchaus entspannt, denn dieses Spiel war nicht jenes, welches wir gewinnen mussten. Vielmehr musste Geistenbeck seiner Favoritenrolle gerecht werden. Selbstverständlich meckerte er aber auch wieder über einige Ungereimtheiten. So trafen wir vermehrt das leere Tor nicht und wirkten in den zweiten 15 Minuten viel zu ungeordnet in der Defensive. Einzig Stanislav Meschkorudni versucht alles in seiner Macht stehende, um das Lenkrad noch rumzureißen. Als Ziel gab der ansonsten nimmermüde Trainer aus, sich in der zweiten Halbzeit schadlos zu halten. Es hieß also: Nicht verletzen, damit für das Spiel gegen Oppum am Samstag alle fit sind.

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Dass wir uns in der zweiten Halbzeit schadlos hielten, hätte nur von jemandem kommen können, dessen einziger Sport es ist, den Lichtschalter zwischen „Aus“ und „An“ zu balancieren und dabei kläglich scheitert. In der zweiten Halbzeit produzierten wir Fehler über Fehler und gaben uns förmlich auf. Geistenbeck ließ sich nicht lange bitten und machte schon früh beim Stand von 12:22 den Sack zu. Erholen konnten wir uns von diesem Geistenbecker Zwischenspurt leider nie. Und so wurde es am Ende eine eher peinliche Vorstellung, welche mit dem 22:39 Endstand gut die Verhältnisse des gestrigen Spiels widerspiegelt. Prinzipiell wäre es leicht, Erklärungen für unsere Leistung zu finden. So wechselten wir munter durch und gaben vor allem den Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance. Auch das für uns wichtigere Spiel am Samstag gegen Oppum war ein wichtiger Faktor. Alles in allem kann es aber nicht sein, dass wir unsere Torhüter zeitweise derart im Stich ließen, dass einem die Lust am Handball vergehen konnte.

Neben den negativen Dingen, konnte man dem Spiel aber durchaus Positives abgewinnen. So drehte Dominic Farin in der zweiten Halbzeit gehörig an den Umdrehungen, nachdem er die erste Halbzeit noch im Leerlauf verbracht hatte. Vier Tore hatte er nachher auf seinem Konto. Auch Yves Nolte konnte streckenweise überzeugen, und das trotz seines Alters. Ein optisches Highlight präsentierte unser Filigranhüne Frank Meyer. Mit einem sehenswerten Dreher von Linksaußen erzielte er Andis Goldstück.

Man of the Match wurde letztendlich unser Machinarius Stanislav Meschkorudni, der die erste Halbzeit mit seiner Hartnäckigkeit prägte und zumindest teilweise den Anschluss an Geistenbeck hielt. Schon am Samstag geht es weiter. Dann treffen wir vor heimischer Kulisse auf die DJK Germania Oppum. Kommt rum und treibt uns zum zweiten Heimsieg der Saison. Um 20 Uhr ist Anpfiff.

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Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Yves Nolte (6), Mike Borgmann, Dominic Farin, Stanislav Meschkorudni (je 4), Frank Meyer (3), Fabian Eickels (1), Cedric Borgmann, Andreas Heppner, Tobias Kremer, Thorsten Peter, Dominik Volmer, Sebastian Wienen


Back on top auf Wolke 7

von Fabian Eickels und Joachim Bagusche

Der gestrige Spieltag war wohl wieder einer dieser Tage, an denen der Handballgott selbst nicht ganz wusste, für was er sich entscheiden sollte. Einerseits spielten wir zur Primetime, unserer besten Zeit, andererseits mussten wir wieder auswärts ran. Auf unserer Heimstärke konnten wir uns also nicht verlassen. Am Treffpunkt zeigte sich ein überraschend ausgedünnter Kader. Es war also schon klar, dass jeder an seine konditionellen Grenzen gehen musste. Süchteln selbst wollte seinen Abwärtstrend stoppen und sich im Mittelfeld etablieren.

Zu Beginn schenkten sich beide Mannschaften nichts. Der stark aufgelegte Lukas vor dem Esche im Tor hielt uns mit seinen Paraden im Spiel, sodass unsere eigenen Fehler nicht bestraft wurden. Beim 3:3-Zwischenstand sollte sich das Spiel dann aber völlig verändern. Wie eine aufgescheuchte Herde Wölfe kreisten wir die Süchtelner in unserer Defensive immer wieder ein und zwangen sie zu Fehlern. Zudem schlossen wir vorne nun viel sicherer ab und legten einen fulminanten 0:7-Lauf hin. Vor allem bildete Yves Nolte in der Verteidigung eine unüberwindbare Mauer und blockte nahezu zehn Würfe. Beim 3:10 nach zwölf Minuten zog Süchteln mit einer Auszeit die Notbremse.

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Dies sollte sich auszahlen und sie konnten das Spiel in der Folge in etwas ruhigere Fahrwasser bringen. Auf der anderen Seite agierten wir nun im Angriff überhastet und fahrig. Ein unnötiges 8:11 war die Konsequenz. Glücklicherweise fand nun der eingewechselte Henrik Bürger im Tor auch ins Spiel und wir brachten mit dem 12:16 eine Vier-Tore-Führung in die Halbzeit.

Beim Pausenbier zeigte sich Taktikfuchs Norbert Borgmann mit einigen Aspekten unseres Spiels zufrieden. So lobte er vor allem die Torhüter und unsere überragende Deckungsleistung. Nicht gefallen konnte ihm, wie so häufig, unsere Abschlussschwäche, hätten wir doch durchaus mit einem höheren Vorsprung in die Pause gehen können, wenn nicht sogar müssen. Es hieß also, weiter Gas zu geben und Süchteln schnell den Zahn zu ziehen. Daher warnte er auch: „Wenn wir schnell zwei Tore machen, ist das Ding durch. Wenn die aber zwei Tore machen, kriegen wir hier ein ganz enges Spiel“.

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Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren für die, die noch genug Haare haben, echt zum Haare raufen. Schwache Abschlüsse brachten Süchteln wieder auf „Zwei“ ran und uns in arge Nöte. Doch anstatt sich anzumeckern und Fehler über Fehler zu produzieren, standen wir als Mannschaft zusammen und zogen gemeinsam den Karren aus dem Dreck. Eine nun bombenfeste Deckung und zweitweise gutes Offensivspiel ließen uns von 16:18 auf 17:24 davon ziehen. Natürlich profitierten wir hier auch von den vielen Zeitstrafen der Süchtelner, welche ein geordnetes Angriffsspiel unmöglich machten.

Bis hierhin machten wir ein zumindest halbwegs überzeugendes Spiel. Doch nach 50 Minuten schienen beide Mannschaften ihrem Spiel etwas Tribut zollen zu müssen. Denn was nun offensiv auf der Platte dargeboten wurde, passt wohl eher in die Kategorie Kreisliga. Es entwickelte sich eine riesige Zahl an Fehlwürfen, sodass nur noch ganz wenige Tore in der Schlussphase fielen. So stand es eine gefühlte Ewigkeit 24:27 für uns, und auch wenn das Ergebnis knapp wirken mag, war der Sieg am Ende nicht wirklich in Gefahr. Mit 24:28 holten wir am Ende verdient unsere ersten Auswärtspunkte. Zwar sprach niemand in der Kabine davon, dass wir ein super Spiel abgeliefert hatten, doch darum ging es auch nicht. Entscheidend war, dass wir die zwei Punkte mit auf die Reise nach Hückelhoven nehmen konnten. Da kann man auch mal ein durchschnittliches Spiel abliefern. Mit jetzt 4:2 Punkten ist uns der Saisonstart durchaus gelungen und das Fundament für eine gelungene Saison gelegt.

In der Kategorie Andis Goldstück gab es dieses Mal etwas ganz Besonderes zu bestaunen. So schlug unser Hüne wieder zu. In der entscheidenden Phase des Spiels nahm sich Frank Meyer ein Herz und machte, so berichtet es zumindest unser hauseigener Historiker Dr. La Pen Iso, sein erstes Rückraumtor überhaupt. Dass er hier von zwei Spielern u.a. am Hals attackiert wurde, ist dann eigentlich nur eine Randnotiz.

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Einen Man of the Match zu finden gestaltete sich schwieriger als gedacht. Kurzerhand ermittelte Norbert Borgmann einfache beide Torhüter als die entscheidenden Figuren des Spiels. So prägte Lukas vor dem Esche den ersten Teil des Spiels mit seinen überragenden Paraden. Aber auch Henrik Bürger stand dem in Nichts nach. So zeigte er seinen Gegenspielern regelmäßig wo der Frosch, oder auch er selbst, die Locken hat. Als weitere wichtige Faktoren unseres Spiels zeigten sich wieder einmal Stanislav Meschkorudni und Yves Nolte. Ersterer war wieder ein Garant für konsequentes Offensivspiel. Letzterer war defensiv der herausstechende Akteur.

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Jetzt ist erst einmal Spielpause. Erst in drei Wochen geht es in der Landesliga mit dem Heimspiel gegen DJK Germania Oppum weiter. Anpfiff ist wie gewohnt um 20 Uhr in der Callstraße. Wenn die Unterstützung auch dann wieder so großartig wird wie gegen Süchteln, können wir auch die nächste Hürde packen.

Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Stanislav Meschkorudni (10), Frank Meyer (6), Fabian Eickels (3), Mike Borgmann, Andreas Heppner, Tobias Kremer, Philipp Schaffrath (je 2), Yves Nolte (1) und Cedric Borgmann


Zur Niederlage geschlittert

Von Fabian Eickels und Joachim Bagusche

Am zweiten Spieltag ging es für unsere Landesligamannen nach Krefeld und damit, für Rurtaler Verhältnisse, quasi in eine andere Zeitzone. Oder anders gesagt: „Was war das für 1 Spieltermin?“ Nach dem hohen Sieg letzte Woche ging es natürlich mit breiter Brust auf die Platte, denn wir wussten, dass auch hier etwas zu holen war. Personell konnten wir auf den vollen Kader zugreifen, sodass die Vorzeichen durchaus gut warten. In Hüls selbst erwartete uns eine Halle, in der man auch die Eisschnelllauf-WM hätte ausrichten können. Dass beide Mannschaften damit zu kämpfen hatten, erübrigt die Möglichkeit zur Ausrede unsererseits.

Wir kamen durchaus vielversprechend in die Partie und konnten durch klare Abschlüsse mit 2:4 in Front gehen. Der Start war also im Prinzip wie gemalt, jedoch konnten wir unser Deckweiß nicht finden und vergaben in der Folge, trotz Überzahl, mehrfach klarste Chancen. Hüls, ein alter Hase in der Landesliga, wusste dies zu nutzen und setzte gekonnte Nadelstiche zum 7:6. Der Gastgeber war nun deutlich besser im Spiel, schaffte es aber nicht, sich abzusetzen. Dies war unserer guten Defensivarbeit geschuldet und dass wir immer wieder vielversprechende Chancen kreierten. Erfolgreich war hier vor allem Stanislav Meschkorudni, der u.a. mit Andis Goldstück zu überzeugen wusste. Er wuchtete den Ball per Unterhandwurf verdeckt am Hülser Keeper vorbei. Auch Mike Borgmann war wieder ein Garant für schnelles Offensivspiel.

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Mit einem nicht unbedingten verdienten 14:13 für Hüls ging es zum Pausenbier. Norbert Borgmanns Halbzeitfazit war so simpel wie der Plot eines Rambofilms. „Wenn wir unsere Dinger reinmachen, dann führen wir hier mit vier Toren. Ende!“. Mehr gab es im Endeffekt auch fast nicht zu sagen, lag es doch an uns, das Ruder im Spiel rumzureißen.

Die zweite Halbzeit begann für uns durchaus verheißungsvoll. Mit zwei gut ausgespielten Angriffen gingen wir direkt mit 14:15 in Führung. Doch auch Hüls ließ sich keineswegs abschütteln und konterte zum 17:15. Von nun an stand das Spiel zu jedem Zeitpunkt Spitz auf Knopf. Vor allem zogen wir uns trotz des Rückstandes immer wieder an unseren eigenen Aktionen hoch. Zu nennen wären da die zwei sehenswerten Blocks von unserem 1.73m-Hünen Frank Meyer und die einfachen Tore von Yves Nolte.

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Doch täglich grüßt das Murmeltier, denn wir konnten uns im Laufe des Spiels viel zu wenig für solche Aktionen belohnen und schmissen immer wieder Bälle weg. So ergab sich kurz vor Schluss ein fast schon uneinholbarer 29:25-Rückstand. Es musste also Veränderung her. Wir versuchten Hüls mit unserem „Special-Forces-Team“, bestehend aus Philipp Schaffrath und Mike Borgmann, in der offensiven Defensive zu verunsichern. Dies gelang und so konnten wir zwei Minuten vor Schluss auf 29:28 verkürzen.

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Was dann passierte, ist wohl nur mit unserer Unerfahrenheit in der Landesliga zu erklären. Einfachste Bälle kamen nicht mehr an und wir gingen zu viel Risiko. Hüls wusste dies zu bestrafen und gewann am Ende mit 32:29. In Hüls kann man durchaus verlieren und die Niederlage ist auch jetzt sicher kein Weltuntergang. Enttäuschend ist nur, dass wir selbst verantwortlich für die Niederlage waren. Mit einer besseren Chancenverwertung und der Torwartleistung aus der letzten Woche hätte es sicher zum Sieg gereicht. So heißt es dann nach dieser Schlitterpartie: „Mund abwischen, draus lernen und weiter kämpfen!“.

Als Man of the Match empfahl sich wenig überraschend Stanislav Meschkorudni, der mit seinen zwölf Toren heute die treibende Kraft war und immer wieder aussichtslose Situationen in Tore verwandelte.

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Nächste Woche ist für uns, aufgrund des Korschenbroicher Rückzugs, spielfrei. Weiter geht es dann am Samstag, den 08.10.2016, um 20:15 Uhr in Süchteln. Wie auch heute erwartet uns dort eine beinharte Herausforderung.

Es spielten: Henrik Bürger und Lukas vor dem Esche (im Tor), Stanislav Meschkorudni (12), Mike Borgmann, Frank Meyer, Yves Nolte (je 4), Fabian Eickels, Andreas Heppner (je 2), Tobias Kremer (1), Cedric Borgmann, Dominic Farin und Philipp Schaffrath